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05.05.17 / 11:09
Medizin

Tag der Händehygiene: "wichtiger denn je"

Zum heutigen "Internationalen Tag der Händehygiene" haben Gesundheitsexperten die große Bedeutung von Hygienemaßnahmen für das Gesund­heitssystem erneut unterstrichen.



Hände unter UV-Licht: Beim Aktionstag am 5. Mai können Patienten und Mitarbeiter des Uniklinikums Leipzig ihre "Werkzeuge" unter diesem speziellen Licht prüfen lassen. Stefan Straube/UKL

So geht das Bundesgesundheitsministerium davon aus, dass in Deutschland jährlich etwa 400.000 bis 600.000 Patienten an Infektionen erkranken, die in unmittelbarem Zusammenhang mit einer medizinischen Maßnahme stehen. Bei bis zu 15.000 Men­schen verläuft diese Infektion demnach letal, obwohl man 20 bis 30 Prozent der Infektionen durch die Einhaltung adäquater Hygienemaßnahmen hätten vermeiden können

Jede Klinik und jede Praxis brauche ein individuelles Konzept, betonen die Gesundheitsexperten. Die alleinige Anwendung von Desinfektionsmitteln reiche für eine zuverlässige Händehygiene nicht aus, denn das betreffende Desinfektionsmittel muss laut Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) 30 Sekunden lang einziehen. Hier sei peinlich darauf zu achten.

Der Internationale Tag der Händehygiene wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingeführt und steht in diesem Jahr unter dem Motto "Kampf gegen Antibiotika-Resistenz - es liegt in Deinen Händen".

Unter diesem Motto appelliert die WHO an das medizinische Personal, seine Hände zur richtigen Zeit zu desinfizieren und die Ausbreitung von Antibiotikaresistenz zu stoppen. Hierbei richtet sich die WHO an unterschiedliche Adressaten und fordert im Kampf gegen Infektionen sowohl die Krankenhausleitung, die Krankenhaushygiene und die Politik zur Zusammenarbeit auf, um gemeinsam Patienten zu schützen.


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