sg
25.06.15 / 13:29
Meinung

"Die Zukunft wird kein Spaziergang!"

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) zahlt ihren Mitgliedern 2014 eine Dividende von vier Prozent. Vorstandssprecher Herbert Pfennig zur Generation Y, zweifelhaften Vertriebsmethoden und dem internen "Nachfolgeaufbau".



"Zur Weiterentwicklung unseres Geschäfts haben wir vier große Themen im Fokus: Die Förderung von Existenzgründungen, eine intensive Betreuung angestellter Heilberufler und Studenten, die Stärkung des Anlagegeschäfts und den Ausbau unseres Firmenkundengeschäfts," sagt apoBank-Vorstandssprecher Herbert Pfennig. apoBank

Wie bewerten Sie den Jahresabschluss 2014, der zu vier Prozent Dividende für die Mitglieder geführt hat? Wie bewerten Sie den Verlauf der ersten Jahreshälfte 2015?

Herbert Pfennig: In Zeiten, in denen Negativzinsen kein Fremdwort mehr ist, sind wir mit der Entwicklung unseres Geschäfts mehr als zufrieden. Wir stehen auf einem soliden Fundament und haben den EZB-Stresstest im vergangenen Jahr als zweitbeste Bank in Deutschland abgeschlossen. Unser Betriebsergebnis vor Steuern erreichte 133,8 Millionen Euro. Damit haben wir nicht nur den Vorjahreswert, sondern auch unsere Planung übertroffen. Nach Steuern weisen wir einen Jahresüberschuss in Höhe von 54,5 Millionen Euro aus, dies ist ein Zuwachs von 15 Prozent. Damit konnten wir unsere Reserven- und Rücklagenpolster weiter stärken

Die Geschäftsentwicklung der ersten fünf Monate 2015 weist klar darauf hin, dass wir den Wachstumskurs halten können. Trotz anhaltender Niedrigzinsen betrug der Jahresüberschuss von Januar bis Mai 22,8 Millionen Euro - damit lag er über dem Vorjahreswert (Januar bis Mai 2014: 20,6 Millionen Euro).

Wo liegen die Herausforderungen für die Bank in der nächsten Zukunft?

Die apoBank ist heute deutlich effizienter und schlagkräftiger als sie es noch vor wenigen Jahren war. Doch die Zukunft wird sicherlich kein Spaziergang werden. Damit meine ich - neben der zunehmenden Regulatorik und dem steigenden Wettbewerb - insbesondere die Auswirkungen der Niedrigzinsphase. Die Zinslandschaft wird für alle Akteure am Finanzmarkt, für Versicherungen, Banken und Investoren, die Herausforderung der nächsten Jahre sein. Allerdings ist die apoBank fundamental so gut aufgestellt, dass wir auch eine länger anhaltende Phase niedriger Zinsen unbeschadet bestehen und gleichzeitig aus eigener Kraft weiter Kapital für künftiges Wachstum aufbauen können.


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