ck/pm
24.01.17 / 15:56
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AOZ anno 1955? Neu! Jetzt!

Sie haben appelliert, sie haben demonstriert. Die Zahnmedizinstudenten sind entschlossen, alle demokratischen Mittel zu nutzen. Ihr Ziel: eine umgehende Einführung der neuen AOZ.



Die Studenten lassen ihren Frust ab: "Die AOZ gab's schon, als Einstein noch lebte" ("un-plaqued" 2017). BdZM

Mit einem bundesweitem Aktionstag und der Demonstration am 18. Januar in Berlin unterstrichen die  angehenden Zahnärzte ihre Forderung nach einer modernen Approbationsordnung Zahnmedizin (AOZ). "Es ist nicht mehr akzeptabel, dass in deutschen Universitäten Zahnmedizin anno 1955 gelehrt wird", kritisieren sie.

Zuvor appellierten Studentenvertreter der 30 zahnmedizinischen Fakultäten im Rahmen ihrer Bundesfachschaftstagung (BuFaTa), die aus ihrer Sicht längst überfällige novellierte AOZ einzuführen. Denn auch wenn die Hochschulen alle Anstrengungen unternehmen, um die modernen wissenschaftlichen Erkenntnisse zu vermitteln, seien die durch die alte AOZ gesetzten Rahmenbedingungen ein nicht mehr zu ertragenes Hemmnis.

Dieser Rückstau ist nicht hinnehmbar!

„Für die zahnmedizinische Ausbildung, die zahnmedizinische Versorgung der Zukunft und die Behandlung der Patienten ist dieser Rückstau nicht hinnehmbar“, so Maximilian Voß, Vorsitzender des Bundesverbands der Zahnmedizinstudenten in Deutschland e.V. (BdZM).

Die Studenten sind deshalb entschlossen, dieser Entwicklung mit allen demokratischen Mitteln zu begegnen. Sie fordert eine umgehende Einführung der AOZ.

Nachdem der Entwurf für eine neue AOZ von dem Bundesgesundheitsministerium entwickelt wurde, seien nun die Ministerien der Bundesländer gefragt, denn eine neue AOZ ist nach der studentischen Einschätzung nicht kostenneutral umsetzbar, jedoch unbedingt notwendig.


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