jt/pm
07.10.13 / 11:13
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Angriff auf die Freiberuflichkeit

Das Berufsrecht für Freie Berufe soll überprüft und gegebenenfalls abgeschafft werden. Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) sieht die Qualität deutscher Ausbildungsberufe in Gefahr.



"Mit diesem Vorstoß sollen bewährte Systeme der beruflichen Selbstverwaltung, die im Interesse der Patienten und Verbraucher eine hohe Qualität beruflicher Leistungen garantieren, ohne Not zerstört werden“, moniert BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel BZÄK-Pietschmann

Die Europäische Kommission fordert die EU-Mitgliedstaaten auf, bei regulierten Berufen, wie den Freien Berufen und dem Handwerk, das Berufsrecht zu überprüfen und gegebenenfalls abzuschaffen. Erfasst werden ausdrücklich alle regulierten Berufe einschließlich der Gesundheitsberufe. Die BZÄK kritisiert den Vorstoß der Kommission als Frontalangriff auf Freiberuflichkeit und Qualität der deutschen Ausbildungsberufe.

Freizügigkeit darf die Qualität nicht aushöhlen

In den Prüfauftrag einbezogen werden insbesondere Berufsausübungsregeln und Regeln zum Berufszugang sowie die Mitgliedschaft in Berufskammern. Die Europäische Kommission möchte damit die Finanzkrise angehen und das Wirtschaftswachstum anregen.

"Die europäische Freizügigkeit darf nicht zu einer Aushöhlung der Qualität führen. Vor allem für Patienten muss das Qualifikationsniveau der Behandler sichergestellt sein“, tadelt BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel. "Mit diesem Vorstoß sollen bewährte Systeme der beruflichen Selbstverwaltung, die im Interesse der Patienten und Verbraucher eine hohe Qualität beruflicher Leistungen garantieren, ohne Not zerstört werden“.




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