sg/pm
26.08.13 / 11:17
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Arzt bleibt angesehenster Beruf

Erneut liegt der Beruf des Arztes an der Spitze der Berufsprestige-Skala: 76 Prozent der Deutschen zählen die Mediziner zu den Berufen, die sie am meisten schätzen.



Alexander Raths - Fotolia.com

Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Allensbach-Institutes hervor. Demnach belegt der Beruf der Krankenschwester im Ranking abermals den zweiten Rang mit 63 Prozent. An dritter Stelle folgt der Beruf des Polizisten, der von knapp der Hälfte der Befragten geschätzt wird.

Dahinter liegen Lehrer mit 41 Prozent und Handwerker mit 38 Prozent. Zu den Schlusslichtern der Rangliste gehören unverändert Fernsehmoderatoren (3 Prozent) und Banker (3 Prozent), teilt das Institut mit. Nur geringfügig besser schnitte der Beruf des Politikers ab, der von nur 6 Prozent der Bevölkerung zu den Berufen gezählt würde, vor denen man am meisten Achtung hat.

Differenzen zwischen Ost und West

Beim Ansehen einzelner Berufe gibt es zum Teil interessante Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland, zeigt die Umfrage. So liegt das Ansehen des Arztes in Ostdeutschland um mehr als zehn Prozentpunkte höher als im Westen der Bundesrepublik (85 bzw. 74 Prozent). Auch der Beruf des Lehrers erfreue sich in Ostdeutschland mit 47 Prozent einer höheren Achtung als in Westdeutschland, wo 40 Prozent den Lehrern besonderen Respekt entgegenbringen.

In der Betrachtung der letzten beiden Jahrzehnte zeigte sich, dass das Ansehen vieler Berufe erstaunlich stabil ist. Dies träfe beispielsweise auf den Arzt zu, der seit zwanzig Jahren Werte deutlich oberhalb von 70 Prozent erzielt. Auch der Beruf des Ingenieurs habe in dieser Zeit kaum etwas von seinem Ansehen eingebüßt, das konstant zwischen 26 und 32 Prozent liegt.

Reputation von Politikern auf niedrigem Niveau

Bei einigen Berufen gibt es dagegen deutliche Veränderungen. So sei die Reputation von Hochschulprofessoren seit Anfang der 1990er Jahre tendenziell rückläufig und hat im Vergleich zur letzten Erhebung 2011 sogar einen deutlichen Rückgang von 33 Prozent auf nun 26 Prozent hinnehmen müssen.

Über längere Zeit rückläufig sei zudem das Ansehen des Rechtsanwalts, teilt Allensbach mit. Einen schweren Stand hätten zudem Politiker, deren Reputation zwischen 1991 und 2005 von 14 Prozent auf 6 Prozent zurückgegangen sei und seitdem auf diesem niedrigen Niveau verharre.


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