jt/pm
11.07.13 / 10:01
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BMG will die psychiatrische Versorgung verbessern

Das Bundesgesundheitsministerium will die Forschung zur Verbesserung der Versorgung von Menschen mit psychischen Störungen unterstützen. Fünf Projekte wurden jetzt ausgewählt.



Fünf neue Forschungsprogramme sollen die Qualität der psychiatrischen und psychotherapeutischen Gesundheitsversorgung verbessern. TK

In einem ersten Modul steht die Stärkung der evidenzbasierten Versorgung bei den Krankheitsbildern ADHS und Depression im Vordergrund. Hier sollen die Umsetzung möglichst evidenzbasierter Leitlinien evaluiert, Gründe der Nicht- beziehungsweise nur teilweisen Umsetzung identifiziert und Lösungsansätze zur Behebung möglicher Defizite entwickelt werden.

Fünf aus 42

In einem zweiten Modul ist geplant, innovative sektorenübergreifende Versorgungsnetze einschließlich der Zusammenarbeit zwischen beteiligten Leistungsträgern zu evaluieren. Auf die Ausschreibung des BMG hatten sich insgesamt 42 Antragsteller beworben. In einem Begutachtungsverfahren mit unabhängigen Experten wurden die Anträge geprüft und bewertet. Fünf Projekte wurden zur Umsetzung ausgewählt:

  • VERA - Versorgungsverlauf bei Depressionen in Arztpraxen (TU Dresden)
  • IVPOWER - Wirksamkeit und Effizienz von Verträgen zur integrierten Versorgung von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen (Universität Ulm)
  • AgeMooDe+Synergie - Versorgung depressiver alter Menschen in Deutschland (Projektnehmer:  Universität Leipzig)
  • ImLeiV-ADHS - Implementierung leitlinienorientierter Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit ADHS (Universität Köln)
  • Vernetzte Versorgung 13+1, AQUA-Institut Göttingen

"Psychische Erkrankungen gewinnen in unserem Gesundheitswesen zunehmend an Bedeutung", sagte Gesundheitsminister Daniel Bahr. "Nicht selten führen sie bei den betroffenen Menschen und ihren Angehörigen zu großen Belastungen und Einschnitten der Lebensqualität. " Das BMG wolle für diese Menschen mit dem neuen Förderschwerpunkt Erkenntnisse gewinnen. Bahr: "Wir wollen die Qualität der psychiatrischen und psychotherapeutischen Gesundheitsversorgung weiter entwickeln und verbessern.“ Die Ergebnisse der Untersuchungen liegen voraussichtlich 2015 / 2016 vor.


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