eb/dpa
16.05.13 / 10:13
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Bayern schließt Transplantationszentren

Bayern will Lebertransplantationen nur noch auf drei Krankenhäuser konzentrieren und schließt die Standorte in Erlangen und München - als Konsequenz aus dem jüngsten Manipulationsskandal.



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Das Münchner Klinikum rechts der Isar und die Universitätsmedizin Erlangen sollen nach dem Manipulationsskandal im vergangenen Jahr künftig keine Lebern mehr verpflanzen dürfen. Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) und Gesundheitsminister Marcel Huber (CSU) sprachen sich am Mittwoch in München für eine Neustrukturierung der Lebertransplantationen in ihrem Bundesland aus. Künftig sollten nur noch drei Kliniken in Bayern das Organ verpflanzen: Großhadern in München sowie Krankenhäuser in Regensburg und Würzburg. 

Im Jahr 2012 waren in Bayern drei Fälle von Manipulation bei der Vergabe von Spenderlebern am Klinikum rechts der Isar bekanntgeworden und hatten einen Skandal ausgelöst. Sowohl in Erlangen als auch rechts der Isar sollen die Therapiezentren für Leberpatienten aber erhalten bleiben. Auch andere Organe sollen dort weiter verpflanzt werden. Über die formale Aufhebung der Zulassungen soll Anfang Juni der Krankenhausplanungsausschuss entscheiden. 

Keine unsauberen Mittel im Konkurrenzkampf um Organe

"Die strukturellen Veränderungen sollen vor allem Transparenz, Effizienz und neues Vertrauen bringen", erklärte Huber, der damit auch die Bereitschaft für Organspenden wieder anfachen will. Außerdem will die bayerische Staatsregierung verhindern, dass viele Häuser um wenige Spenderorgane konkurrieren - und deshalb unter Umständen zu unsauberen Mitteln greifen. 

Patientenvertreter begrüßten die Konzentration auf drei Kliniken. "Weniger Zentren führen zu einer höheren Auslastung und besseren Versorgung der Patienten. Dadurch ist auch eine effektive Kontrolle möglich", sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. Er forderte allerdings weitergehende Schritte. "Nicht nur in Bayern, sondern deutschlandweit gibt es eine ungesunde Konkurrenz zwischen den einzelnen Transplantationszentren."


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