eb/dpa
13.05.13 / 10:02
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Bayern soll bis 2025 barrierefrei sein

Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) fordert einen finanziellen Kraftakt, um den Freistaat bis zum Jahr 2025 barrierefrei für Alte, Behinderte und Familien zu machen.



Barrierefreiheit meine nicht nur den Abbau baulicher Barrieren - "auch die akustische und visuelle Benutzbarkeit von Systemen der Informationsverarbeitung ist ein zentraler Punkt", sagte Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer. photocase

"Es geht darum, allen Menschen eine selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen zu ermöglichen", erklärte Haderthauer am Sonntag. "Ich will gerade den Lebensalltag für Behinderte und ältere Menschen spürbar erleichtern und verbessern."

Für die Einbeziehung und gleichberechtigte Teilhabe von Behinderten in allen Lebensbereichen sei Barrierefreiheit eine wesentliche Voraussetzung. Haderthauer forderte deshalb ein Sonderinvestitionsprogramm des Freistaats - so wie es das beim Krippenausbau schon gibt. 

"Staatliche Investitionszuschüsse sollen bewirken, dass Bayern in allen Landesteilen bis 2025 barrierefrei ist." Die ganze Gesellschaft sei gefordert. Natürlich sei die Barrierefreiheit nicht von heute auf morgen zu erreichen. "Umso wichtiger ist ein kraftvoller Einstieg."

Gemeinsam anpacken

Mit dem Programm "Bayern barrierefrei 2025" will Haderthauer Kommunen und freie Träger dabei unterstützen, Barrieren in Einrichtungen und Gebäuden, auf Straßen und Plätzen und in den Kommunikationssystemen abzubauen. "Hier gibt es viel zu tun, da müssen Gemeinde, Städte und Landkreise gemeinsam anpacken." 

Von der Barrierefreiheit des öffentlichen Raums würden alle profitieren - Menschen mit Behinderung, ältere Menschen und Familien, sagte Haderthauer. "Denn nicht nur für Rollstuhlfahrer stellen zum Beispiel hohe Schwellen ein unüberwindbares Hindernis dar, sondern auch für ältere Menschen mit Rollatoren oder Familien mit Kinderwagen."

Nicht nur Stolperschwellen abbauen

Haderthauer hat aber mehr im Sinn als nur den Abbau von Stolperschwellen: Barrierefreiheit bedeute nicht nur den Abbau baulicher Barrieren und den uneingeschränkten Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln - "auch die akustische und visuelle Benutzbarkeit von Systemen der Informationsverarbeitung ist ein zentraler Punkt."


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