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22.10.12 / 14:43
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Behandlungsfehler: AOK fordert Beweislasterleichterungen

Die AOK hat Kritik am Entwurf zum neuen Patientenrechtegesetz geübt: Die Kasse fordert Beweislasterleichterungen für Patienten, die Opfer von Behandlungsfehlern wurden.



Wie die AOK meldet, blieben noch immer Patienten durch die alleinige Beweislastführung benachteiligt, wenn es darum gehe, einen Behandlungsfehler und seine Folgen nachzuweisen.  

„Patienten sind keine Mediziner. Ärzte müssen deshalb stärker in die Pflicht genommen werden und ihren Teil zur Aufklärung eines Behandlungsfehlers beitragen", sagte Jürgen Graalmann, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes.

Inwieweit die AOK eine Beweislastumkehr fordert, bei der der Arzt seine Unschuld darlegen muss, geht aus der Meldung zwar nicht hervor. Dennoch setzt sich die Kasse weiter für eine Intensivierung der Aktivitäten zur Fehlervermeidung ein, etwa im Aktionsbündnis Patientensicherheit, heißt es.

Graalmann sieht die AOK als Vorreiter

Ohnehin sehe das Patientenrechtegesetz vor, dass Krankenkassen Patienten bei der Aufklärung von Behandlungsfehlern unterstützen sollen, so die Kasse. Bei der AOK sei dies bereits seit über zehn Jahren im Leistungsangebot verankert. "Es freut uns, dass der Gesetzgeber hier nun für alle Kassen Handlungsbedarf erkannt hat und diese nunmehr unserem Beispiel folgen sollen", so Graalmann.



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