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12.07.13 / 13:55
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Der Prophylaxe gehört die Zukunft

ZFA Annika Göttermann erklärt, warum die Zukunft der Prophylaxe gehört und gewinnt damit ein Stipendium. Sie war nicht die einzige, die auf der Sommer-Akademie des Zahnmedizinischen Fortbildungszentrums Stuttgart (ZFZ) in Ludwigsburg geehrt wurde.



Annika Göttermann erhält das DKV-Stipendium. Dr. Thomas Kiesel (DAK), Annika Göttermann, Sylvia Fresmann (DGHD) und Prof. Dr. Johannes Einwag (v.l.n.r.). ZFZ

"Ich kam in die Praxis und meine Kollegen meinten: 'Guck dir das mal an, mach da doch mit!' Und ich dachte mir, ja, warum nicht und habe einfach losgeschrieben." Annika Göttermann hat noch genau vor Augen, wie sie dazu kam, am Wettbewerb der Deutschen Krankenversicherung (DKV) teilzunehmen. Dieses "einfach losschreiben" hat sich offenbar gelohnt, denn ihr Aufsatz zum Thema "Die Zukunft gehört der Prophylaxe" kam bei den Juroren gut an - Göttermann gewann den ersten Preis: ein Stipendium in Höhe von 2.000 Euro

Gut angelegtes Geld

Und was will sie mit dem Gewinn machen? "Das Geld kann ich gerade sehr gut gebrauchen. Ich werde damit meine Ausbildung zur Dentalhygienikerin finanzieren." Göttermann kam 2007 in die Praxis von Prof. Dr. Johannes Einwag und ließ sich dort zur ZFA ausbilden. Im Jahr 2012 folgte die Weiterbildung zur Zahnmedizinischen Prophylaxe-Assistentin.

"Aus meiner täglichen Arbeit weiß ich, dass die richtige Prophylaxe eine sehr große Rolle spielt", erklärt die ZFA: "Es ist wesentlich einfacher vorzusorgen, als hinterher die Schäden zu heilen." Dass dies nicht nur einfacher, sondern oftmals auch günstiger ist, hat auch die DKV erkannt und setzt mit ihrer Aktion goDentis gezielt auf die Aufklärung zu mehr Prophylaxe. Als unabhängige DKV-Tochter unterstützt goDentis seit 2003 Zahnärzte und leistet Aufklärungsarbeit bei Patienten, zum Beispiel bei der Zahnpflege oder zur zahnschonenden Ernährung und entwickelt neue Behandlungsangebote.

Das Stipendium soll dazu beitragen, "die hochanspruchsvollen Berufe in der zahnmedizinischen Versorgung zu stützen", erklärt Dr. Thomas Kiesel von der DKV. Die Herausforderungen einer modernen Prophylaxe seien nur mit gut motiviertem und überdurchschnittlich qualifiziertem Personal zu meistern, das idealerweise in einem kammereigenen Institut ausgebildet wird.

"Deshalb freut uns besonders, dass Frau Göttermann, die sich durch ihren Aufsatz genau wie neun weitere Bewerberinnen besonders hervorgetan hat und die unhabhängige Jury unter Herrn Prof. Joos von sich überzeugen konnte, für das ZFZ als Ausbildungseinrichtung für ihre Weiterqualifizierung zur Dentalhygienikerin entschieden hat."

Mitarbeiter auf die Bühne

"Wir werden die Mitarbeiter auf die Bühne holen, das wird nichts Steriles, nichts Steifes, sondern ein großes Fest", versprach Organisator Einwag auf der Pressekonferenz am Freitagmorgen. Ganz bewusst eröffneten er und die Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Dentalhygieniker/-innen (DGHD), Sylvia Fresmann, die 20. Sommer-Akademie des Zahnmedizinischen Fortbildungszentrums Stuttgart in Ludwigsburg zusammen, um ein Signal für die hohe Bedeutung der Mitarbeiter und für einen motivierenden Teamgeist in Zahnarztpraxen zu setzen.

In diesem Sinne wurden am Freitagabend die Auszubildenden mit den besten Abschlüssen sowie langjährige Jubilare geehrt. Neu war, dass in diesem Jahr auch ein physischer Preis, der Deutsche Preis für Dentalhygiene 2013, überreicht wurde. Der Pokal aus Glas und Metall ging an Angelika Kohle-Schatz für ihre langjährige, erfolgreiche Tätigkeit als Ausbilderin und Referentin.

Im Job am liebsten für immer

Der Präsident der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg, Dr. Udo Lenke, wies in seiner Ansprache auf die wachsende Bedeutung der DH hin. Mittlerweile gebe es 600 Dentalhygienikerinnen in Deutschland, von denen "seit 1994 insgesamt 340 im Zahnärztlichen Fortbildungszentrum Stuttgart ausgebildet wurden". Geehrt wurden auch Kolleginnen, die seit 40 Jahren in einer Praxis arbeiten. Göttermann wünscht sich selbst "bis zur Rente" in ihrem Beruf tätig sein zu können und findet, dass die Ehrung der langjährigen Kolleginnen deshalb sehr wichtig ist: "Sie haben dafür Respekt verdient."

 


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