sf/pm
21.08.14 / 09:02
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Ebola beeinträchtigt Hilfseinsätze von Mercy Ships

Die Auswirkungen der Ebolaepidemie treffen nun auch die Hilfsorganisation Mercy Ships, die das größte private Hospitalschiff der Welt in den Häfen entlang der Westküste Afrikas betreibt. An Bord arbeiten auch Deutsche Zahnärzte und MKG-Chirurgen.



Die "Africa Mercy" in einem Hafen im Kongo. Mercy Ships

Während vor einigen Monaten das geplante Einsatzland, Guinea, gestrichen und die Einsatzpläne für das westafrikanische Land Benin neu geschrieben wurden, wartet das Schiff samt Besatzung nun auf die Ende August erwartete Entscheidung über den Einsatz in Benin.

Ansteckungsgefahr in Nigeria wird geprüft

Wie aus einer Mitteilung an die Presse hervorgeht, sollte das Schiff der Hilfsorganisation bereits vergangene Woche zu seinem zehnmonatigen Einsatz in Cotonou, Benin aufbrechen. Der Abfahrtstermin wurde jetzt um zwei Wochen nach hinten verlegt, um weitere Begutachtungen und Einschätzungen über eine mögliche Ansteckungsgefahr mit dem Ebolavirus aus dem Nachbarland, Nigeria, in Erfahrung zu bringen.

Zu Wartungsarbeiten in einer Werft auf den Kanaren

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liegt das 16.500 Tonnen schwere Schiff nach den jährlichen Wartungsarbeiten in einer Werft auf den kanarischen Inseln. Das Hospitalschiff ist dafür ausgerüstet, fachchirurgische medizinische Hilfe und nachhaltige Fort- und Weiterbildungsprogramme in Entwicklungsländer zu bringen. Es fehle aber die medizinisch passende Ausstattung, um virale Seuchen zu behandeln oder zu bekämpfen, erklärt Don Stephens, Gründer und Präsident der Hilfsorganisation.
 
Stephens erläutert, dass Mercy Ships die Situation in Westafrika aber auch auf dem ganzen Kontinent sehr genau beobachtet. „Afrika hat bei uns oberste Priorität, aber die Sicherheit der Mitarbeiter geht vor“, erklärt er. Die Mannschaft bestehe derzeit aus mehr als 400 ehrenamtlichen Mitarbeitern und 60 Kindern aus mehr als 40 Nationen.

Solidarität mit den Betroffenen

„Mercy Ships hat viele Freunde und uns freundschaftlich verbundene Organisationen in Westafrika”, sagt Stephens. „Indessen gelten unsere Gedanken und Gebete all jenen, die durch diese schreckliche Seuche betroffen sind, besonders in Liberia, Sierra Leone und Nigeria."
 
Während eines Einsatzes in einem afrikanischen Hafen führen erfahrene und hoch qualifizierte Ärzte auf dem mit modernster Technik ausgerüsteten Schiff kostenlose fachchirurgische Eingriffe in den folgenden Bereichen durch: Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie, plastisch-wiederherstellende Chirurgie, Orthopädie und allgemeine Chirurgie. Mercy Ships bietet darüber hinaus Zahn-, und Augenbehandlungen an. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit der Organisation liegt auf Fort- und Weiterbildungen im Gesundheitsbereich und in der Landwirtschaft. Die Hilfsorganisation arbeitet mit der jeweiligen Regierung und dem Gesundheitsministerium vor Ort zusammen, um das dortige Gesundheitswesen zu stärken.


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