eb/pm
11.06.13 / 09:49
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"Ein neues Gesundheitsprodukt pro Jahr"

Die EU will zusammen mit der Stiftung von Microsoft-Gründer Bill Gates atmutsbedingte Krankheiten wie Malaria oder HIV/Aids bekämpfen. Dafür werden Gelder in Milliardenhöhe eingesetzt.



Gates und die EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft, Máire Geoghegan-Quinn, unterzeichneten am Montag in Paris eine entsprechende Kooperationsvereinbarung. Mit der neuen strategischen Partnerschaft sollen Forschungsarbeiten gefördert werden, die sich der Bekämpfung von HIV/AIDS, Tuberkulose, Malaria und anderen armutsbedingten Krankheiten widmen. Von diesen Leiden sind weltweit über eine Milliarde Menschen betroffen.

Von 2007 bis 2011 investierten die Gates' Stiftung und die Europäische Kommission bereits etwa 2,4 Milliarden Euro Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet armutsbedingter Infektionskrankheiten und förderten damit die Entwicklung von über 20 neuen und verbesserten Produkten.

Produkte entwickeln und schnell zu den Menschen bringen

Die Partnerschaft unterstützt die Erforschung und Entwicklung lebensrettender Maßnahmen, mit denen Gesundheit und Wohlergehen von Menschen in Entwicklungsländern verbessert werden können. Das Ziel sei, mindestens ein neues besseres Gesundheitsprodukt pro Jahr zu entwickeln, erklärte Geoghegan-Quinn.

So soll nicht nur die Entwicklung dringend benötigter Arzneimittel, Impfstoffe und Diagnoseverfahren forciert werden, sondern beiden Organisationen ist nach eigenen Angaben auch daran gelegen, dass diese Produkte schnell zu den Menschen gelangen, die sie am dringendsten brauchen - auch durch erschwingliche Preise und nachhaltige Verfahren.

Das Leben von Millionen Menschen verbessern

"Mit den nötigen Ressourcen und politischem Engagement können wir bis zum Ende dieses Jahrzehnts gemeinsam das Leben von Millionen von Menschen verbessern", sagte Gates in Paris. "Die Partnerschaft mit der Kommission und anderen Geldgebern ist für den Erfolg unserer gemeinsamen Mission unerlässlich."

Neben HIV/Aids oder Malaria soll auch die Forschung an wenig beachteten Infektionskrankheiten finanziell unterstützt werden - beispielsweise Durchfallerkrankungen, Elephantiasis und Schlafkrankheit. Stiftung und Kommission planen zudem, einen gemeinsamen Preis auszuschreiben, um Innovationen auszuzeichnen, die zur Bewältigung aktueller, globaler Gesundheitsfragen beitragen.


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