jt/dpa
01.08.14 / 10:34
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Gefährliche Kopfsprünge

Leichtsinn und Unwissenheit beim Grillen und Baden lassen die Patientenzahlen im Berliner Unfallkrankenhaus steigen. Die Verletzungen können schwer sein - bis zur Querschnittslähmung.



Wer kopfüber in zu flaches Wasser springt, riskiert gefährliche Verletzungen am Rückenmark. digitalhallway - iStockphoto.com.

Im Berliner Unfallkrankenhaus haben Ärzte von Anfang Juni bis Mitte Juli rund 40 Patienten nach Grillunfällen behandelt. Bei 20 waren die Verbrennungen so schwer, dass sie in der Klinik bleiben mussten, berichtete Sprecherin Angela Kijewski.

Alkoholgenuss erhöht die Unfallgefahr

Das Unfallkrankenhaus ist auf die Behandlung hochgradiger und großflächiger Verbrennungen spezialisiert. "Wir haben im Sommer jedes Wochenende rund zwei bis drei Patienten mit Brandverletzungen nach Freizeitunfällen", sagte Kijewski. 

Die zweite Gruppe der Verunfallten seien derzeit die Schwimmer. Trotz Aufklärungskampagnen springen Kijewski zufolge jeden Sommer vor allem junge Männer kopfüber den See ohne die Wassertiefe zu kennen.

Ist das Gewässer zu flach, könne das Rückenmark durch den Aufprall des Kopfes am Seegrund schwer verletzt werden - bis hin zur Querschnittlähmung. Jeden Sommer gebe es am Unfallkrankenhaus zwei bis drei dieser schweren Fälle.


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