pr/pm
24.05.13 / 09:49
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Gefühlte Holzklasse

Im Gegensatz zur öffentlichen Wahrnehmung sehen nur neun Prozent aller Versicherten einen Trend zur "Zweiklassenmedizin". Das ergab eine aktuelle Umfrage.



Die meisten Patienten empfinden es als extrem störend, wenn sie lange im Wartezimmer "geparkt" werden. TK

Lediglich neun Prozent der Befragten beklagen dabei einen Trend zur "Zweiklassenmedizin", 14 Prozent fordern eine gleiche Individualbehandlung für alle Patienten und lediglich sechs Prozent prangern eine angeblich übermäßige Profitorientierung der Ärzte an. Dies geht aus einer repräsentativen forsa-Umfrage von 1.005 Versicherten im Auftrag der IKK classic hervor

Mit kurzfristiger Terminvergabe zufrieden

Die Vergabe von kurzfristigen Arztterminen ist für 85 Prozent der Befragten ein wichtiger Aspekt. Gleichzeitig geben 78 Prozent an, dass sie mit der kurzfristigen Terminvergabe der Ärzte zufrieden sind. Dabei zeigt sich, dass gerade ältere Menschen besonders großen Wert auf eine schnelle Terminvergabe legen. Während 79 Prozent der 18- bis 29-jährigen die Wichtigkeit dieses Punkts unterstreichen, sind es bei den Personen über 60 Jahre bereits 89 Prozent.

Lücke zwischen Wahrnehmung und Realität

Auch Chroniker, die in der Regel häufiger als der Durchschnitt einen Arzt aufsuchen, möchten laut Umfrage nicht lange auf Termine warten (88 Prozent). "Der Vorwurf der "Zweiklassenmedizin" und von langen Wartezeiten bestätigt sich nicht", so Peter Rupprecht von der IKK classic in Hamburg. "Offensichtlich klafft eine deutliche Lücke zwischen der öffentlichen Wahrnehmung und der Realität".

Der befürchtete Ärztemangel scheint nach den Umfrageergebnissen bis jetzt in der Realität noch nicht flächendeckend spürbar zu sein. Nur neun Prozent der Befragten mahnen an, künftig mehr auf eine flächendeckende, qualitativ ausreichende medizinische Versorgung in allen Regionen zu achten. Es zeigt sich allerdings ein deutlicher Unterschied zwischen den Regionen: Während lediglich drei Prozent der Großstädter eine bessere medizinische Versorgung in der Fläche fordern, sind es in den Mittelstädten 12 Prozent und in den Kleinstädten 10 Prozent.
 


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