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09.05.17 / 08:00
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Gesundheits-Apps: User machen schnell Schluss

Immer mehr Menschen nutzen Gesundheits-Apps - der Arztbesuch wird dadurch aber nicht ersetzt. Denn viele Nutzer hören schon nach wenigen Wochen damit wieder auf.



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Besonders Apps zu Themen der Prävention, Diagnose und Therapie werden in der Bevölkerung verstärkt genutzt. Das ergab eine Online-Befragung des 6. EPatientSurvey 2017 unter 11.000 Teilnehmern. Einerseits steigt die Bereitschaft der Zielgruppen, für die Apps zu zahlen, andererseits nutzt nur noch etwa jeder Dritte seine App mehr als nur wenige Wochen. Jeder dritte Teilnehmer probierte mehr als eine App aus, um seine Ideal-App zu finden. Chronische Patienten scheinen hier aktiver zu sein.

Apps ersetzen nicht den Arzt

An die 70 Prozent der App-Nutzer sind bereit, ihre persönlichen Vital- und Krankheitsdaten zu Forschungszwecken weiterzugeben, Kliniken und Ärzten würden sie dabei eher Datenzugang gewähren als den Krankenkassen. Dabei wird auch deutlich: Die App ersetzt den Arzt nicht. Die Mehrheit der Patienten (rund 75 Prozent) bespricht die App-Empfehlungen mit ihrem Arzt, selbst wenn die App eine „andere Therapie vorschlägt“. Jeder Zehnte bespricht die Therapieempfehlung der App nicht mit seinem ursprünglichen, sondern mit einem anderen Arzt.

Der EPatient Survey ist eine jährlich stattfindende Online-Befragung zum Thema „Digitale Gesundheit“ und „Patient im Netz“. Die anonyme Befragung läuft auf den reichweitenstärksten Webseiten von Krankenversicherungen, Gesundheitsportalen, Patientenorganisationen, Startups und weiteren Organisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie wird durchgeführt vom Forschungs- und Beratungsunternehmen EPatient RSD GmbH. Am diesjährigen Survey nahmen im März und April 2017 11.000 Befragte teil.


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