eb/pm
09.08.13 / 14:35
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HIV in Großstädten

Großstädte sind am häufigsten von HIV/Aids betroffen, zeigt der aktuelle Jahresbericht der Deutschen Aids-Stiftung. Frauen sind überdurchschnittlich oft auf Unterstützungszahlungen angewiesen.



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Die Städte Köln, Stuttgart, Hamburg, Berlin, Mannheim, Frankfurt am Main, Düsseldorf und Wiesbaden sind laut des Jahresberichts am häufigsten von HIV/Aids betroffen. In diesen Städten kommen auf 100.000 Einwohner mehr als zehn HIV-Infizierte. In Köln liegt die Zahl bei 12,3, in Stuttgart bei 12,2 und in Hamburg bei 11,4.

Die Stiftung muss vorwiegend HIV-positive Menschen in Not in Großstädten und Bundesländern mit Ballungsräumen finanziell unterstützen. Ein Drittel der Hilfszahlungen flossen jeweils nach Nordrhein-Westfalen und Berlin.

Der Anteil der von Frauen gestellten Anträge auf Hilfe ist mit mehr als 45 Prozent extrem hoch, berücksichtigt man, dass laut Robert Koch-Institut nur 19 Prozent der Menschen mit HIV/Aids in Deutschland Frauen sind.

Arbeitslose sind auf Hilfe angewiesen

Die überwiegende Zahl der Antragstellenden ist nicht erwerbstätig: 85 Prozent beziehen staatliche Transferleistungen. "Da vielen erkrankten Menschen die staatliche Grundversorgung bei ihren spezifischen Problemen zum Leben nicht ausreicht, müssen wir helfen", betonen Dr. Christoph Uleer und Dr. Ulrich Heide vom Vorstand der Stiftung.

Die Einzelhilfsleistungen der Stiftung zielen in erster Linie auf die Sicherung der Wohnung sowie auf die medizinische Versorgung ab. Die Gruppen- und Projekthilfen fördern primär Genesungsreisen schwerstkranker Menschen, die ambulante krankenpflegerische Versorgung sowie Arbeits- und Qualifizierungsmaßnahmen.


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