jt/pm
06.02.14 / 13:10
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Helden gesucht und gefunden

In einer besonderen Aktion typisierten ZFA-Auszubildende am Berufskolleg Jülich ihre Mitschülerinnen für die DKMS. Mehr als 270 neue Namen wurden in die Spenderdatenbank aufgenommen.




Etwa 25 Schülerinnen des Ausbildungsgangs Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) suchten am Mittwoch den 5. Februar in einer großangelegten Aktion am Berufskolleg Jülich potenzielle Stammzellenspender für die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei. Dabei führten die Azubis die Registrierung selber durch, erläuterten ihren Mitschülern die einfache und schmerzlose Prozedur und ließen sich selber registrieren.

270 neue Registrierungen

Durch den Einsatz der Schülerinnen konnten an einem Vormittag mehr als 270 neue Namen in die weltweite Spenderdatenbank aufgenommen werden. „Ich finde es toll, dass ich durch diese Aktion anderen Menschen helfen kann", sagte die angehende ZFA Eva Breuer. Auch ihre Mitschülerinnen waren mit großem Engagement bei der Sache. Junge Menschen sind aufgrund ihrer meist guten gesundheitlichen Verfassung als Spender besonders interessant.

Mit Diversität zum genetischen Zwilling

Auch die unterschiedlichen ethnischen Hintergründe der Berufsschülerinnen waren von Vorteil, da für jeden Erkrankten ein „genetischer Zwilling" mit nahezu identischen Gewebemerkmalen gefunden werden muss. Eine möglichst große Diversität ist daher für die Spenderdatei wichtig. Initiiert wurde die Aktion von Thomas Heil, Ausbildungsberater bei der Zahnärztekammer Nordrhein und niedergelassener Zahnarzt in Jülich.

Feuer und Flamme

Bei Schulleiterin Heike Schwarzbauer und Bildungsgangleiter André Heinen rannte er mit der Idee offene Türen ein. „Als Ausbildungsberater freue ich mich besonders über das Engagement der jungen Auszubildenden", sagt Schwarzbauer. Es sei eine besondere Charaktereigenschaft sich selbstlos für eine gemeinnützige Sache einzusetzen. Heinen bestätigt das: „Die Schülerinnen waren sofort Feuer und Flamme für die Aktion."

Zahnärzte spendeten

Finanzielle Unterstützung gab es durch die Zahnärzte vor Ort: Die Regionaliniative Dürener Zahnärzte und der Jülicher Zahnärzteverein sorgten mit einer Spende von 5.000 Euro dafür, dass die Kosten für die ersten 100 Typisierungen gedeckt wurden. Auch die Schüler griffen meist noch einmal in die Tasche und spendeten in eine extra aufgestellte Spendenbox.

Oft fehlen geeignete Spender

Alle 16 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch an Blutkrebs, darunter viele Kinder und Jugendliche. Für viele Patienten ist die Übertragung gesunder Stammzellen die einzige Überlebenschance. Dennoch kann für zahlreiche Patienten kein geeigneter Spender gefunden werden. Deshalb ist es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen in die Datei aufnehmen lassen.


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