nh/pm
06.04.17 / 14:00
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Innovationsfonds fördert Projekt “MundPflege“

Mit dem Ziel, die Mundgesundheit von Pflegebedürftigen zu verbessern, rief die Uni Bremen gemeinsam mit dem BKK Dachverband das Projekt "MundPflege" ins Leben - jetzt wird es durch den Innovationsfonds gefördert.



Als Modellvorhaben funktioniert das Projekt wie folgt: Sieben beteiligte Betriebskrankenkassen wenden sich proaktiv an Pflegebedürftige, die zuhause gepflegt werden und informieren sie und ihre Pflegepersonen, was zu den neuen Versorgungsleitungen gehört: Ein Erstbefund unter Einbeziehung der Pflegepersonen sowie die Erbringung von Prophylaxeleistungen mit anschließender bedarfsgerecht individualisierter Schulung durch fortgebildete zahnmedizinische Fachangestellte - jeweils in der häuslichen Umgebung der Pflegebedürftigen.

Kooperation mit KZV Bremen und KZV Niedersachsen

Die spezielle Fortbildung im Bereich der geriatrischen Zahnmedizin wird mit der Deutschen Gesellschaft für Alterszahnmedizin entwickelt und in Kooperation mit den KZVen Bremen und Niedersachsen aufbereitet und umgesetzt. Die Effekte dieser neuen zugehend organisierten Versorgungsform werden durch eine zweiarmige randomisierte Kontrollstudie von der Universität Oldenburg evaluiert. Ergänzend hierzu erfolgt unter Mitarbeit des Kompetenzzentrums für Klinische Studien Bremen eine Analyse von BKK-Routinedaten. Das Projekt wird in Konsortialführerschaft durch das SOCIUM der Universität Bremen durchgeführt. 

"Alle Projektbeteiligten bringen damit eine neue Versorgungsform für Pflegebedürftige voran", heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung. So soll auf Basis der Projektergebnisse Empfehlungen erarbeitet werden, wie künftig ein Standard für alle Pflegebedürftigen umzusetzen ist. Dies überzeugte den Innovationsfonds - er fördert das Projekt.

Dreijährige Testphase - danach Regelversorgung?

"MundPflege" startet im Sommer 2017 mit einer Laufzeit von 3 Jahren. Ist das Projekt erfolgreich, soll es in die Regelversorgung übergehen. Die dann bereits erprobten und evaluierten Leistungen wären somit grundsätzlich offen für alle gesetzlichen Kassen und deren Versicherte.

Kooperationspartner des Projekts sind die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen in Bremen und Niedersachsen, die Deutsche Gesellschaft für Alterszahnmedizin e.V. (DGAZ), der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) sowie die LAG der freien Wohlfahrtspflege Bremen und Niedersachsen. Aus der BKK beteiligen sich: atlas BKK ahlmann, BAHN-BKK, BKK Deutsche Bank AG, energie-BKK, Novitas BKK, pronova BKK, Siemens Betriebskrankenkasse (SBK).


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