dg/pm
22.05.15 / 13:58
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Karriere: Am liebsten an der Uniklinik!

Eine Studie zeigt, was Studierende der Medizin und des Gesundheitswesens von ihrem Arbeitgeber erwarten. Attraktivste Arbeitgeber sind Universitätskliniken. Beim Gehalt gibt es große Unterschiede.



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Das Universitätsklinikum der Charité in Berlin ist für Medizinstudierende der attraktivste Arbeitgeber. Den zweiten Platz belegt das Universitätsklinikum Heidelberg. Auf Platz drei folgt das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Das zeigt der sogenannte Universum Student Survey 2015.

Frauen und Männer bewerten unterschiedlich

Während die Charité sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern auf den ersten Platz liegt, belegt das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf den zweiten Platz, bei den Männern ist es das Universitätsklinikum Heidelberg. Größere Unterschiede zeigen sich jedoch, wenn man die Platzierungen in den Top 50 in den Blick nimmt. BASF, in der Gesamtwertung auf Platz 34, liegt bei den Frauen auf Platz 40, bei den Männern jedoch auf Platz 16: eine Differenz von 24 Positionen.

Weitere Arbeitgeber mit hohen Differenzen bei Männern und Frauen sind die Universitätsmedizin Greifswald, die in der Gesamtwertung auf Platz 21 liegt, bei den Frauen aber nur Platz 36 erreicht, bei den Männern Platz 17.

Gutes Geld, tolle Kollegen und Spaß im Leben

Studierende erwarten von ihrem zukünftigen Arbeitgeber attraktives Grundgehalt, ein freundliches Arbeitsumfeld und ein hohes Einkommen in der Zukunft. Als wichtigste langfristige Karriereziele wird eine ausgewogene Work-Life-Balance genannt. Zudem wünschen sich Studierende Jobsicherheit und Möglichkeiten zur Fortbildung.

Allerdings sind auch in diesen Punkten Unterschiede zwischen den Geschlechtern erkennbar: Für die Frauen ist ein freundliches Arbeitsumfeld das wichtigste Kriterium für die Beurteilung der Attraktivität eines Arbeitgebers, für die Männer ist dieser Aspekt weniger wichtig und liegt lediglich auf dem siebten Platz. Noch größer ist der Unterschied bezüglich der Jobsicherheit: Während für die Frauen die Jobsicherheit den dritten Platz in einem Katalog von insgesamt 40 Kriterien einnimmt, liegt die Sicherheit des Arbeitsplatzes bei den Männern auf Platz 15.

Jungärztinnen erwarten 6.420 Euro weniger Jahresgehalt als Jungärzte

Die Gehaltserwartungen der weiblichen Befragten liegen über alle Fachbereiche hinweg weitaus niedriger als die der männlichen Studienteilnehmer. Diese ungleiche Gehaltsvorstellung zeigt sich auch bei den Nachwuchsmedizinern: Während die Männer mit einem Jahresgehalt von 44.126 Euro beim Einstieg in den Beruf rechnen, erwarten die Frauen lediglich ein Jahresgehalt von 38.032 Euro. Die angehenden Medizinerinnen erwarten also ein um 6.094 Euro geringeres Jahresgehalt als die Männer.

Universum ist ein Forschungs- und Beratungsunternehmen. Vom Oktober 2014 bis Februar 2015 wurden insgesamt 34.607 Studierende an mehr als 150 Hoch­schulen in Deutschland befragt, darunter 1.746 Studenten der Medizin und der Gesund­heitswissenschaften. Gefragt wurde nach ihrer Einschätzung von Unternehmen als Arbeitgeber, ihren langfristigen Karrierezielen und zu weiteren Themen rund um Beruf und Karriere.


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