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20.03.17 / 11:51
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MIT will Zahnpastatube revolutionieren

Leere Tube? Von wegen! Die Verbraucherzentrale Hamburg hat es ermittelt: Bei Zahnpasta bleiben bis zu 14 Prozent in der Verpackung hängen und landen ungenutzt im Müll. Auch Quetschen hilft nicht - wohl aber das MIT!




Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston arbeiten seit 2009 an einer neuartigen Beschichtung, die es Zahnpasta und anderen klebrigen Produkten wie Ketchup oder Klebstoff unmöglich macht, im Inneren der Tube festzukleben. Jetzt will ein US-amerikanisches Start-Up die Antihaftbeschichtung als "LiquiGlide" auf den Markt bringen.

LiquiGlide ist eine flüssige Beschichtung, die zwischen einer Oberfläche - zum Beispiel der Tube - und dem Inhalt - der klebrigen Zahnpasta - als rutschige Barriere wirkt. Dafür wird die raue Oberfläche im Inneren eines Behälters mit der Flüssigkeit überzogen. Der jeweilige Inhalt der Tube kann damit nicht mehr anhaften. Der Clou: LiquiGlide kann aus verschiedenen Materialien hergestellt werden, so dass die Beschichtung laut Hersteller auch beim Verzehr vollkommen ungefährlich sein soll.

Flugzeuge, Eis und Ketchup

Wann LiquidGlide in der Zahnpastatube zum Einsatz kommen wird, ist derzeit noch unklar. Die Forscher des MIT gehen davon aus, dass die Technologie viele Einsatzmöglichkeiten hat. So wurde die neue Antihaftbeschichtung auch eher zufällig entdeckt. Ursprünglich hatten die Forscher sich mit der Frage beschäftigt, wie die Eisbildung auf Flugzeugoberflächen verhindert werden kann. Zukünftige Anwendungen lassen sich daher eher in der Industrie vermuten, um Fertigungsprozesse effizienter zu gestalten. Der letzte Rest der Zahnpasta wird zweitrangig behandelt.


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