eb/pm
05.11.12 / 14:06
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Marie-Curie-Preis verliehen

Die EU hat zum ersten Mal den neu geschaffenen Marie-Curie-Wissenschaftspreis verliehen.



Im Rahmen einer Wissenschaftskonferenz wurde heute in Nikosia auf Zypern der Preis für herausragende Forschungsleistungen vergeben. Androulla Vassiliou, die EU-Kommissarin für Bildung und Kultur, überreichte den drei Preisträgern die Auszeichnung.

Ein Preis für EU-Spitzenforscher

"Wir haben diese neue Auszeichnung geschaffen, um Spitzenleistungen und Begabungen der besten europäischen Forscherinnen und Forscher herauszustellen", sagte Vassiliou. "Es ist von zentraler Bedeutung, dass wir auch weiterhin massiv in die europäische Forschung investieren, denn sie trägt zur Bewältigung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen unter anderem im Gesundheits- und Umweltbereich bei."

Dr. Gkikas Magiorkinis (Griechenland) wurde für seine Untersuchungen über die Ausbreitung des Hepatitis-C-Virus (HCV) honoriert. An diesem lebensbedrohlichen Virus, das die Leber angreift, leiden weltweit rund 150 Millionen Menschen.

Mit seinen Analysen von HCV-Molekularsequenzen wies Magiorkinis erstmals nach, dass sich die prävalentesten HCV-Typen kurz nach dem Zweiten Weltkrieg von den entwickelten Ländern auf die Entwicklungsländer ausbreiteten, zeitgleich mit der Zunahme der Bluttransfusionen und des intravenösen Drogenkonsums.

Studien zur geologischen Vergangenheit der Erde

Dr. Claire Belcher (Großbritannien) wurde für ihre Studie über die geologische Vergangenheit der Erde und deren Folgen für Flora und Fauna ausgezeichnet. Die dritte Preisträgerin Dr. Sarit Sivan (Israel) hat ein innovatives Behandlungsverfahren für Patienten entwickelt, die aufgrund einer Bandscheibendegeneration an Schmerzen im unteren Rücken leiden.



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