sf/pm
13.08.13 / 08:52
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Melonen können Keime übertragen

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt vor krankmachenden Keimen in Melonen.



Gelangen krankmachende Bakterien auf das säurearme Fruchtfleisch, könnten sie sich bei ungekühlter Lagerung bereits nach wenigen Stunden vermehren und zu einer ernstzunehmenden Gesundheitsgefahr werden, warnt das BfR. "Salmonellen, Listerien oder EHEC können sich auf dem säurearmen Fruchtfleisch von Melonen relativ schnell vermehren“, sagt BfR-Präsident Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel. "Zum Schutz vor Infektionen sollten Verbraucher vorgeschnittene Melonen deshalb rasch verzehren oder kühlen.“

Ungekühlte Melonen lieber entsorgen

Melonenstücke, die mehrere Stunden ungekühlt gelagert wurden, sollten vorsichtshalber entsorgt werden. Generell rät das BfR, bei der Zubereitung und Aufbewahrung von Melonen unbedingt die Regeln der Küchenhygiene zu beachten. Schwangere, Kleinkinder, alte und kranke Menschen sollten auf den Verzehr einer aufgeschnittener Melone, die mehrere Stunden bei Raumtemperatur aufbewahrt wurde, vorsorglich verzichten.

Nach dem Verzehr von verunreinigten Cantaloupe-Melonen erkrankten im Jahr 2011 in den USA laut BfR mindestens 147 Menschen an einer Infektion durch Listeria monocytogenes. 33 Menschen starben und eine Schwangere erlitt eine Fehlgeburt. Die Keime waren beim Aufschneiden von der Schale auf das Fruchtfleisch gelangt. In Deutschland, dem Vereinigten Königreich und in Irland löste der Verzehr von importierten Wassermelonen Ende 2011 einen Salmonellen-Ausbruch aus.


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