sg
31.05.13 / 08:28
Nachricht

Montgomery verunglimpft die eGK

In Sachen eGK-Schelte bekommt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) Rückendeckung von Ärztekammerpräsident Prof. Frank Ulrich Montgomery.



Bundesärztekammer

Wie der Ärztenachrichtendienst (änd) mitteilt, habe sich der Bundesärztekammerpräsident gegenüber dem Sender MDR Info despektierlich über die Karte geäußert. Die "verfehlte Gesundheitspolitik der rot-grünen Bundesregierung“ habe aus der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) ein "Machtinstrument im Streit zwischen Kassen und Ärzteschaft gemacht". 

Nur eine Plastikkarte mit Foto

Deswegen habe man heute eine Gesundheitskarte, die zwar so aussähe, als ob sie ganz viel könnte, die aber in Wirklichkeit nur eine Plastikkarte mit einem Foto drauf sei, so Montgomery. Bereits 700 Millionen Euro habe die Karte gekostet und man müsse sich fragen, ob dieser Aufwand es wirklich wert gewesen sei.

So deutlich hatte der Bundesärztekammerpräsident die eGK bislang noch nicht öffentlich kritisiert. Am Sonntag hatte sich die KBV-Vertreterversammlung einstimmig gegen ein verpflichtendes Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) ausgesprochen und die KBV-Spitze
beauftragt, notfalls auf eine Auflösung der eGK-Betreibergesellschaft gematik hinzuwirken.


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