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16.11.12 / 11:01
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Neue Arzneimittel oft ohne Mehrwert

Neue Arzneimittel haben für viele Patienten keinen zusätzlichen Nutzen im Vergleich zu bisherigen Therapiemöglichkeiten.


allianz

Die Frankfurter Rundschau (FR) beruft sich in ihrer heutigen Ausgabe in ihrem Negativurteil für neue Medikamente auf die bisherigen Arzneimittelbewertungen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) von Krankenkassen und Ärzten.

Der hätte seit 2011 mehrere Dutzend neu auf den Markt gekommene Arzneien auf ihren Zusatznutzen für die Patienten geprüft, das Berliner Iges-Institut die Bewertungsverfahren ausgewertet.

Danach werde über alle abgeschlossenen Verfahren hinweg nur für 16,5 Prozent der in Frage kommenden Patienten ein Zusatznutzen der neuen Präparate festgestellt.

Holger Bleß, Bereichsleiter Versorgungsforschung des Iges-Instituts, sieht in dem Bewertungsverfahren eine Orientierungshilfe für Ärzte, die Medikamente verordnen. Indessen bestreitet die Pharmaindustrie teils vehement, dass die Bewertungsverfahren den Nutzen neuer Arzneimittel objektiv messen, meldet die FR. 


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