mg
02.05.13 / 11:50
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Organskandal: Ärzte fordern neues Bundesinstitut

In der Diskussion um die Zukunft der Transplantationsmedizin haben der Chirurg Prof. Rüdiger Siewert und der Generalsekretär des Verbandes der Universitätsklinika Deutschland, Dr. Rüdiger Strehl, eine neue Bundesbehörde gefordert.



Diese solle nach Vorstellung der beiden ähnlich dem Robert Koch-Institut arbeiten, berichtet die Ärzte-Zeitung. In ihrem "Aufruf für ein Rudolf-Pichlmayr-Institut" beklagen Strehl und Siewert laut Bericht die aus ihrer Sicht verkrusteten Strukturen. "An der Architektur des deutschen Transplantationswesens wurde nichts geändert", heißt es.

Die neue Behörde solle neben der Qualitätssicherung der Zentren auch ökonomische Fehlanreize sowie Konkurrenzsituationen bei Transplantationen abschaffen, argumentieren Sievert und Strehl, die in dem Manifest ihre persönliche Meinung vertreten. Dieser Vorschlag kann nach Einschätzung der Ärzte-Zeitung "als Frontalangriff auf die medizinische Richtlinienkompetenz der Bundesärztekammer verstanden werden."

Die Kritik am deutschen Transplantationswesen bezeichnet der neue Leiter der DSO, Dr. Rainer Hess, in der Online-Ausgabe der "FAZ" als "zutreffend". Eine neue Behörde lehnt Hess aber ab und bezeichnet die Kritik an der BÄK als "unzutreffend". Im Sozialgesetzbuch V habe die BÄK ein gesetzlich verankertes Beteiligungsrecht, besonders bei Qualitätssicherungsmaßnahmen in der Krankenhausbehandlung. "Auch ein solches Institut wäre, wegen der (...) besonderen Komplexität der Entscheidungskriterien auf einen möglichst breiten Konsens über den anerkannten Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse angewiesen", schreibt Hess.


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