mg/pm
25.04.14 / 09:04
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Stiftung Warentest rügt Apotheken

Ob klassische Vor-Ort- oder Versand­apotheke: Beide Sparten kommen ihrer Beratungs­pflicht zu wenig nach. Nur 8 von 38 Apotheken sind gut. So lautet das Urteil der Stiftung Warentest.



Nur 4 der 21 von der Stiftung Warentest geprüften Vor-Ort-Apotheken aus dem Raum Dresden, Frank­furt am Main und Hannover meistern ihre Aufgaben gut. ABDA

Stiftung Warentest kritisiert die schwache Beratungsleistung vor allem mit Verweis auf drohende Wechsel­wirkungen, falls Patienten mehrere Medikamente einnehmen müssen. "Um Verbraucher zu schützen, gilt in Deutsch­land die Apotheken­pflicht. Das soll Risiken verringern - auch durch Beratung der Kunden. Werden Apotheken dieser Verantwortung gerecht?", fragt die Verbraucherorganisation provokant.

Nur 20 Prozent der Vorort-Apotheken sind "gut"

Nur 4 der 21 von der Stiftung geprüften Vor-Ort-Apotheken aus dem Raum Dresden, Frank­furt am Main und Hannover meistern ihre Aufgaben gut, heißt es auf der Website. Auch von den 17 Versand­apotheken stellten sich lediglich 4 im Test als gut heraus, ein Versender bekam die Note "mangelhaft".

Am Service hapert es der Stiftung zufolge nicht, eher an der fachlichen Qualität. Um diese zu testen, bekamen Vor-Ort- und Versand­apotheken dieselben sieben Aufgaben: drei zu Wechsel­wirkungen und drei zu rezept­freien Medikamenten. Die siebte Aufgabe war, eine Rezeptur fachgerecht herzu­stellen und zu beschriften - was nur 9 der 38 Apotheken sehr gut meisterten.

Mitarbeiter fragen zu wenig nach

Die weiteren Ergebnisse: Die Versender erkannten Wechsel­wirkungen besser als ihre Kollegen vor Ort, die Vor-Ort-Apotheken informierten hingegen solider zu rezept­freien Mitteln und ihrer Einnahme. Insgesamt fragten Mitarbeiter beider Sparten zu wenig nach, urteilt Stiftung Warentest.


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