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14.11.12 / 09:20
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Tarifplus für Privatpatienten

In der privaten Krankenversicherung (PKV) drohen offenbar teils drastische Beitragserhöhungen.



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Eine Übersicht der Tarifentwicklung von elf der größten Anbieter zeige teils starke Erhöhungen für Kunden, die neu in die PKV wechseln, schreibt "Spiegel online". Für die meisten langjährig Versicherten gebe es noch keine Klarheit - doch Erhöhungen im Neugeschäft bedeuteten in der Regel, dass auch sie noch mehr draufzahlen müssten, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf Makler. 

PKV dementiert

Der PKV-Verband wies diese Darstellung zurück. 2013 werde es für viele Millionen Privatversicherte gar keine Erhöhung oder nur sehr geringe Anpassungen im kleinen einstelligen Prozentbereich geben, sagte ein Sprecher. Dies sei von den einzelnen Unternehmen bereits zu hören. 

Beitragsexplosionen durch Uni-Sextarife

Laut "Spiegel Online" belaufen sich die stärksten Steigerungen auf 41 Prozent bei der Axa in einem Tarif für Neukunden und 34 Prozent beim Münchener Verein in einem entsprechenden Tarif. Hintergrund der Erhöhungen für Neukunden sind auch die Einführung neuer Unisex-Tarife, die anders kalkuliert sind. 

Im vergangenen Jahr sorgte unter anderem die Central mit kräftigen Erhöhungen für Schlagzeilen. Probleme bei den Tarifen rühren oft daher, dass Unternehmen viele Kunden zu allzu günstigen Konditionen angelockt haben. Der PKV-Verband weist hingegen darauf hin, dass es für hunderttausende Versicherte Beitragssenkungen geben werde. 

Versicherte zahlen durchschnittlich zehn Prozent mehr

Bereits das PKV-Verbraucherportal WIDGE.de hatte vor höheren Beiträgen für die PKV-Kunden ab 1. Januar gewarnt. Zwar zeige sich nach den enormen Erhöhungen im vergangenen Jahr eine leichte Verbesserung. Um durchschnittlich zehn Prozent solle es nach Experteneinschätzungen aber teurer werden. So müssten die Unternehmen selbst mehr für Diagnosen und Behandlungen ihrer Kunden zahlen. Und wegen der aktuellen Lage am Kapitalmarkt erhielten die Versicherungsgesellschaften für ihre Anlagen niedrige Zinsen für die Altersrückstellungen der Versicherten.



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