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02.07.13 / 09:17
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WHO prämiert "Aktion saubere Hände"

Die "Aktion Saubere Hände" ist als erste europäische Kampagne zur Verbesserung der Händehygiene im Gesundheitswesen von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgezeichnet worden.



Die "Aktion Saubere Hände" zeigt medizinischem Personal, wie man sich richtig die Hände desinfiziert. MEV

Die deutschlandweite Kampagne wird federführend von der Berliner Charité koordiniert. Mit der Auszeichnung erhielt die Charité den Titel "Global Hand Hygiene Expert Centre" erhalten.

Die weltweit größte Kampagne

Ziel der Aktion ist, die hygienische Händedesinfektion als einen Schwerpunkt für mehr Qualität und Sicherheit in der Patientenversorgung zu etablieren. Unter dem Motto "Keine Chance den Krankenhausinfektionen" nehmen bundesweit etwa 1.300 Kliniken, Alten- und Pflegeheime sowie ambulante Einrichtungen an der Kampagne teil, darunter fast die Hälfte aller deutschen Krankenhäuser. Damit ist die Aktion die weltweit größte Kampagne.

Im Mittelpunkt steht das WHO-Konzept "Die 5 Indikationen der Händedesinfektion". Dazu informiert die "Aktion Saubere Hände" das medizinische Personal der teilnehmenden Einrichtungen in Vorträgen und Kursen über Maßnahmen zur Prävention von Krankenhausinfektionen. Außerdem wird in interaktiven Lehrfilmen die richtige Technik der Händedesinfektion gezeigt, die die Haut wirksam schützt.

Ein großer Ansporn

"Dass die ,Aktion Saubere Hände' diese Auszeichnung erhalten hat, ist ein großer Ansporn für uns, die bisherigen Aktivitäten fortzusetzen", sagt Prof. Petra Gastmeier, Direktorin des Instituts für Hygiene und Umweltmedizin der Charité. "In den letzten fünf Jahren haben wir einen 50-prozentigen Anstieg in der Umsetzung unserer Richtlinien, der sogenannten Compliance, erreicht. Um die meisten Übertragungen von Infektionserregern sicher zu vermeiden, sind noch weitere 50 Prozent nötig."

Die "Aktion Saubere Hände" wurde 2008 mit Unterstützung des Bundesgesundheitsministeriums vom Nationalen Referenzzentrum für Surveillance von nosokomialen Infektionen (NRZ), dem Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. sowie der Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung e.V. (GQMG) ins Leben gerufen.


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