jt/pm
22.07.13 / 10:35
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Warum Markus Lanz für die Organspende wirbt

Markus Lanz ist das neue Gesicht der Werbekampagne des Bundesgesundheitsministeriums für die Organspende. Im Interview auf dem Weblog des BMG erklärt er, wie lange er mit dieser Entscheidung gehadert hat.



Prominenter Unterstützer der Organspende: Markus Lanz BMG/Robert Recker

Moderator Lanz ist damit einer der prominenten Unterstützer der Kampagne: "Das trägt man heute: den Organspendeausweis". Lanz: "Die Ungereimtheiten, die immer wieder öffentlich geworden sind, haben mich - wie viele andere auch - stark verunsichert. Heute weiß ich: Die Kontrollen funktionieren, Missbrauch ist praktisch ausgeschlossen. Deshalb habe ich diese Entscheidung so getroffen."

Äußerlich unversehrt

Lanz beschreibt in dem Interview eine seiner prägendsten Auseinandersetzungen mit dem Thema: "Ich werde nie mehr den Besuch eines jungen Mannes in unserer Sendung vergessen, der äußerlich einen völlig gesunden und unversehrten Eindruck machte."

Eine falsche Wahrnehmung, wie sich zeigte: Bei dem Mann führte ein brüchiger Schlauch durch ein Loch in der Haut direkt in das Innere des Brustkorbs. "Es war die Stromversorgung für ein künstliches Herz, nicht mehr als eine simple Pumpe aus Metall, und während ich mit ihm sprach, konnte ich im Inneren das leise Summen des Motors hören."

Innen ein künstliches Herz

Lanz war von dem notdürftig geflickten Schlauch geschockt. Auf seinen entsetzten Blick entgegnete sein Gast nur: "Wenn ich einen neuen haben möchte, müsste ich mir den ganzen Brustkorb wieder aufsägen lassen. Ich will das einfach nicht mehr, weil es unendliche Schmerzen sind.“ Den letzten Ausschlag für einen Organspenderausweis habe dann ein Besuch von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr gegeben, der Lanz ganz direkt fragte, ob er nicht Spender werden wolle, da es offenbar - jenseits aller politischen Routine - zu einer echten Herzensangelegenheit für ihn geworden sei.

Mögliche Empfänger warnt Spender Lanz davor, dass sie damit rechnen müssten, in Zukunft eine große Lust auf Eis - in jeder denkbaren Form - zu verspüren. Ein Ticket nach Grönland sei also eine gute Investition.


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