ck/mg
07.04.17 / 14:18
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Weltgesundheitstag 2017: Depressionen

350 Millionen Menschen weltweit sind depressiv. Fast jeder Fünfte erkrankt mindestens einmal im Leben an einer Depression. Ärzte sind überdurchschnittlich betroffen. Zum Weltgesundheitstag macht die WHO auf das Krankheitsbild aufmerksam.



Der Weltgesundheitstag wird Jahr für Jahr auf der ganzen Welt am 7. April begangen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO erinnert mit diesem Tag an ihre Gründung im Jahr 1948. Sie legt jährlich ein neues Gesundheitsthema von globaler Relevanz für den Weltgesundheitstag fest. Das Thema für 2017: "Depression - Let’s talk". happyframe-Fotolia

  • Depressionen sind der Hauptgrund für Arbeitsunfähigkeit weltweit. Die Erkrankung verursacht laut einer im Lancet im April 2016 veröffentlichten WHO-Studie weltweit Kosten in Höhe von 1 Billion Euro. Jeder Dollar, der in die Behandlung von Ängsten und Depressionen fließt, führe durch bessere Gesundheit und höhere Arbeitsproduktivität zu einem Gewinn von vier Dollar. Mit anderen Worten: Ohne bessere Gesundheitsfürsorge gehen 50 Millionen Jahre Arbeit bis 2030 verloren.
  • Insgesamt schätzt die WHO die Kosten für bessere Therapieangebote auf 147 Milliarden US-Dollar. Dem gegenüber steht eine Verbesserung der Produktivität um fünf Prozent. Eine bessere Gesundheit schaffe einen zusätzlichen Gewinn von 310 Milliarden US-Dollar.
  • 5,3 Millionen Deutsche erkranken jedes Jahr. Bei Frauen wird die Krankheit doppelt so häufig diagnostiziert wie bei Männern.
  • Insgesamt 28,8 Prozent der jungen Mediziner leiden einer 2015 im JAMA erschienenen Meta-Studie zufolge während ihrer Facharztausbildung unter Depressionen - weltweit.
  • 20 Prozent aller Ärzte haben einer laut einer Meta-Studie  (Lancet, September 2016) im Laufe ihres Berufslebens einen Burnout. Dabei erzielte den US-Autoren zufolge keine Interventionsmaßnahme einen durchschlagenden Erfolg. Hilfreich für die Senkung der Burnout-Rate erwiesen sich aber zum einen strukturelle Veränderungen - wie die Verkürzung der Arbeitsschichten, die Vermeidung häufiger Rotationen in der Ausbildung und kleine Veränderungen im klinischen Arbeitsablauf - und zum anderen psychologische Beratungen, Kurse zum Stressmanagement oder Meditationsübungen.

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