sf/pm
19.08.14 / 16:20
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Welttag der humanitären Hilfe

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) hat Empfehlungen für Spender erarbeitet, die die von der Bedrohung der Terrormilizen „Islamischer Staat“ (IS) betroffenen Menschen im Nordirak sowie die unter den Zerstörungen im Gazastreifen leidende Bevölkerung der palästinensischen Gebiete unterstützen möchten.



Es ist längst nicht nur der afrikanische Kontinent, wo die Not derzeit am größten ist. Humanitäre Krisen finden sich auf beinah jedem Kontinent. zm/sf

„Gerade bei humanitären Katastrophen, die auf kriegerische Auseinandersetzungen oder politische Konflikte zurückgehen, beobachten wir häufig eine große Zurückhaltung und Verunsicherung der Spender“, sagt Burkhard Wilke, Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter des DZI, anlässlich des Welttags der humanitären Hilfe am 19. August.

Unsicherheit bei den Spendern

„Viele Menschen sind sich nicht sicher, ob die Hilfe in einem so schwierigen Umfeld überhaupt ankommt. Diese Sorge ist jedoch unbegründet, wenn man seine Spende an seriöse, kompetente Hilfsorganisationen überweist.“ Ratschläge für eine sichere Auswahl und die Kontoverbindungen vertrauenswürdiger Organisationen mit DZI Spenden-Siegel, die im Nordirak oder im Gazastreifen Hilfe leisten, vermitteln die aktuell veröffentlichten DZI Spenden-Infos.

Außerordentliche Häufung humanitärer Krisen

„Zurzeit erleben wir eine außerordentliche Häufung von humanitären Krisen, die den Menschen über eine intensive Medienberichterstattung nahegebracht werden. Wir bereiten deshalb weitere Spenden-Infos vor, etwa zur sich zuspitzenden Lage der Bevölkerung im Südsudan“, fügt der DZI-Geschäftsführer hinzu.

„Spendenwilligen empfehlen wir, sich durch die aktuelle Vielzahl der Notlagen nicht zusätzlich verunsichern zu lassen.“ Sie sollten sich für den konkreten Spendenzweck entscheiden, der ihnen persönlich am dringendsten
erscheint, und ihre Spende auf ein entsprechendes, seriöses Hilfswerk konzentrieren.

Gießkannenprinzip erzeugt bei Spenden viele Verwaltungsvorgänge

„Das Gießkannenprinzip sollte man beim Spenden grundsätzlich meiden“, betont der Leiter des DZI. Denn mit jeder einzelnen Spende würden notwendige Verwaltungsvorgänge ausgelöst, und diese Kosten ließen sich reduzieren, wenn man zum Beispiel 50 Euro an eine einzige Organisation überweist, anstatt sie mit fünfmal zehn Euro aufzuteilen.

Beide Spenden-Infos sind auf der DZI-Internetseite abrufbar und können auch schriftlich und telefonisch kostenfrei beim DZI bestellt werden: DZI, Bernadottestr. 94, 14195 Berlin, Tel. (030) 8390010.

Eine Liste mit Zahnärztlichen Hilfswerken steht auf den Seiten der Bundeszahnärztekammer zum Download bereit.


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