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15.07.13 / 15:03
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Zahnlücke? Passé

Sommerzeit ist Fahrradfahr-Zeit – und damit auch Zahnverlust-Zeit durch Unfälle. Die Zahnmedizin bietet jedoch verschiedene Möglichkeiten, die Lücke zu schließen.



Berchtesgaden - Fotolia.jpg

So ist etwa ein Lückenschluss auch durch ein kieferorthopädisches Verfahren sowohl für Kinder als auch für Erwachsene möglich. Neuartige Behandlungsmöglichkeiten wie die skelettale Verankerung und das Gaumenimplantat helfen dabei, die Zahnreihe wieder zu komplettieren. „Diese beide Errungenschaften der letzten 20 Jahre sind ein Quantensprung in der kieferorthopädischen Behandlung“, so Prof. Dr. Britta Jung von der Abteilung Kieferorthopädie der Zahnklinik Freiburg.

Zahnmedizin bietet verschiedene Behandlungsvarianten

Jung war eine von vier Referenten, die beim 19. Presseforum des Informationszentrum Zahngesundheit Baden Württemberg (IZZ) zum Thema „Behandlungsmöglichkeiten der Zahnmedizin bei einem fehlenden Zahn“ vortrugen.

Den geladenen Pressevertretern wurde unter der Leitung von Prof. Dr. Elmar Hellwig, Ärztlicher Direktor der Klinik für Zahnheilkunde und Parodontologie im Departement für Zahn-, Mund und Kieferheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg am 11./12. Juli nahe gebracht, wie die moderne Zahnheilkunde auf einen fehlenden Zahn reagieren kann. Hierbei unterstrich Hellwig die Verschiedenheit der Angebote in der Zahnmedizin.

Dr. Stefanie Feierabend von der Klinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie betonte etwa, dass es in der Kinderzahnheilkunde immer auch eine Ermessungsfrage ist, ob, wann und wie man eine Zahnlücke im Milch- und Wechselgebiss behandelt.

Über den Tellerrand

Als Kontrapunkt zu den fachmedizinischen Vorträgen referierte der Verleger und Publizist Dr. Wolfram Weimer über „Subsidiarität und Solidarität in einer bemutternden Medienrepublik“, wobei Weimer vor allem beklagte, dass die Subsidiarität immer weiter ins Defensive gedrängt werden würde zugunsten eines sich in vielen Bereichen einmischenden Staates. Die Medien, so Weimer selbstkritisch, spielten hier bisweilen eine unrühmliche Rolle, weil sie sich an diesem Spiel beteiligen würden.

In einem vom Leiter des IZZ, Johannes Clausen, moderiertem „Round table“-Gespräches diskutierten Weimer und der IZZ Verwaltungsratsvorsitzende und Präsident der Landeszahnärztekammer, Dr. Udo Lenke, sowie die stellvertretende IZZ-Verwaltungsratsvorsitzende und Vorstandsvorsitzende der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Baden Württemberg, Dr. Ute Maier, über Solidarität und Subsidiarität im bundesdeutschen Gesundheitssystem.

Absage an die Bürgerversicherung

Besonders die von den Oppositionsparteien ins Spiel gebrachte Bürgerversicherung wurde hierbei einer kritischen Prüfung unterzogen. Hierbei waren sich alle Diskutanten einig, dass diese Variante einer Einheits-Krankenversicherung untauglich ist als Zukunftsmodell eines nachhaltig agierenden Gesundheitssystems.


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