sf/pm
17.04.14 / 11:49
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Zahnmobil Hannover rollt auch in Hildesheim

Das Zahnmobil Hannover fährt in Niedersachsens Hauptstadt und Umgebung Einrichtungen an, wo sich Not leidende Menschen aufhalten. Jetzt kommen die aufsuchenden ehrenamtlichen Zahnärzte auch nach Hildesheim.



Der Hannoveraner Zahnarzt Dr. Thomas Schwarze (links in weiß) hat sich bereit erklärt, bei den Einsätzen in Hildesheim ehrenamtlich zu behandeln. Zahnmobil Hannover

Die Initiatoren vom Zahnmobil Hannover, das Ehepaar Ingeburg und Werner Mannherz, folgen damit einem Ruf der katholischen Sozialstelle "Guter Hirt". Einem Bericht zufolge suchen täglich 150 Not leidende Menschen die Sozialstelle auf, um Hilfe in Anspruch zu nehmen. Der Gute Hirt gilt mit seinem "sozialen Mittagstisch" und seiner "sozialen Warenhalle" als Leuchtturm für die Ärmsten der Armen in Hildesheim.

Geplant sei, dass das Zahnmobil zunächst an einem Freitag im Monat kostenfrei zahnärztliche Behandlungen in Hildesheim anbietet. Der Hannoveraner Zahnarzt Dr. Thomas Schwarze hat laut den Initiatoren sofort seine Bereitschaft erklärt, im Rahmen der Einsätze in Hildesheim auf dem Zahnmobil zu arbeiten. Ein Hildesheimer Kieferchirurg habe sich zudem bereit erklärt, Patienten des Zahnmobils bei entsprechenden notwendigen Eingriffen in seiner Praxis zu versorgen.

Ebenfalls freitags biete das "Medimobil" medizinische Unterstützung für Bedürftige in Hildesheim an. Das "Medimobil" ist ein Hilfsangebot der Malteser in Kooperation mit dem St.-Bernward-Krankenhaus, der Pfarrgemeinde "Guter Hirt", den Vinzentinerinnen und ehrenamtlich mitarbeitenden Ärzten. Es bietet seit zweieinhalb Jahren mittellosen und obdachlosen Menschen medizinische Hilfe an, die entweder nicht krankenversichert sind oder aus sozialen Gründen keine Arztpraxis aufsuchen.

Anmerkung der Redaktion:

Das aufsuchende zahnmedizinische Versorgungsangebot "Zahnmobil – Hilfe mit Biss!" richtet sich an Menschen, die sich als Teil der Armutsbevölkerung auf Hannovers Straßen aufhalten. Sie sind im Kontaktladen „Mecki“ und den anderen ambulanten Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe, in den Essenausgaben und Kleiderkammern anzutreffen.

Viele dieser Personen sind schon seit Jahren auf der Straße und gehören zu den regelmäßigen Besuchern dieser Einrichtungen. Häufig sind sie von der Regelversorgung des zahnärztlichen Gesundheitssystems faktisch ausgeschlossen.

Gemeinsam mit engagierten Zahnärzten und Fachleuten wollen die Initiatoren des Projekts  die Gesundheit von Wohnungslosen, Armen, Kindern und Jugendlichen in sozialen Brennpunkten, illegalisierte (papierlose) Erwachsenen und Kindern fördern und verbessern.


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