eb/dpa
22.10.12 / 14:20
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Zehn Millionen Euro Bestechungsgeld für Dalli

Der zurückgetretene EU-Gesundheitskommissar John Dalli sollte laut einem Zeitungsbericht zehn Millionen Euro erhalten, wenn er die Tabakgesetzgebung beeinflusst.



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Dalli sollte sich für die Aufhebung des Handelsverbots für einen schwedischen Lutschtabak einsetzen, schreibt die "Bild am Sonntag". Treibende Kraft hinter dem Bestechungsversuch war demnach der maltesische Geschäftsmann Silvio Zammit. Für 60 Millionen Euro soll er dem Tabakkonzern Swedish Match angeboten haben, eine Aufhebung des EU-weiten Handelsverbots für den Lutschtabak "Snus" durch Dalli zu erreichen.

Ein gemeinsames Treffen ist belegt

An Dalli sollten zehn Millionen Euro direkt überwiesen werden, schreibt das Blatt. Laut Swedish Match schlug der Konzern das Angebot aus und informierte die EU-Kommission. Dalli bestreitet, von Zammits Kontakten zu Swedish Match gewusst zu haben. Nach Informationen der Zeitung kam es aber am 10. Februar 2012 zu einem Treffen Zammits mit einer Konzern-Beraterin auf Malta, an dem auch der damalige EU-Kommissar Dalli teilgenommen hat.



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