ck/pm
03.12.13 / 09:51
Politik

Die Frauen kommen

Der Anteil der Zahnärztinnen liegt bei 42,3 Prozent und damit sechs Prozentpunkte höher als im Jahr 2000. Dieser Trend wird sich durch die steigende Zahl der Zahnmedizinstudentinnen in den nächsten Jahren sogar noch verstärken, belegt das Statistische Jahrbuch der Bundeszahnärztekammer (BZÄK).



Besonders in den alten Bundesländern sind die Zahnärztinnen auf dem Vormarsch. Allerdings zumeist angestellt denn mit eigener Praxis. Dominik Pietsch

Der wachsende Frauenanteil in der Zahnmedizin schlägt sich demnach vor allem in den alten Bundesländern nieder: Dort stieg die Frauenquote auf 39,2 Prozent - plus 7,5 Prozentpunkte gegenüber 2000. In Ostdeutschland, wo seit langem mehr Frauen als Männer zahnmedizinisch tätig sind, blieb die Frauenquote mit 58,5 Prozent nahezu konstant.

Die BZÄK erwartet nicht, dass sich die Frauenquote im Osten nennenswert erhöhen wird, weil die kommenden Ruheständler mehrheitlich weiblich sind. Im Westen werde sich der Trend jedoch weiter fortsetzen: Schon 2012 waren 60 Prozent der unter 35-jährigen praktizierenden Zahnärzte Frauen, während in der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen ihr Anteil lediglich bei 28 Prozent lag.

Auch eine politische Zahl

Frauen entscheiden sich häufiger für ein Angestelltenverhältnis als Männer: Mit einem Anteil von 63,1 Prozent sind insgesamt zwei von drei angestellten Zahnärzten weiblich. „Dies ist auch eine politische Zahl“, erklärt der Präsident der Bundeszahnärztekammer, Dr. Peter Engel: „Die Zunahme erwerbstätiger Frauen erfordert eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, mit - geschlechterübergreifend - familientauglichen Arbeitsverhältnissen." Damit unterliegt laut Engel auch die Zahnärzteschaft einem Veränderungsprozess, der nicht zuletzt im Interesse einer optimalen Patientenversorgung gestaltet werden muss.

Das Statistische Jahrbuch 2012/2013 liefert Fakten zum Gesundheitsverhalten der Deutschen, zum Gesundheitssystem auch im internationalen Vergleich, zur zahnmedizinischen Versorgung sowie Zahlen rund um die Berufe in der Zahnmedizin. Ausgewertet wurden Erhebungen der Zahnärzteschaft und (inter-)nationale Datenquellen. Sie können es für 10 Euro plus Versand hier bestellen.


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