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23.04.14 / 09:29
Politik

EU-Kommission plädiert für innovative Lösungen

Die Europäische Kommission plädiert für innovative Lösungen in den Gesundheitssystemen ihrer Mitgliedsstaaten.



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Dazu hat sie in einer Mitteilung „wirksame, zugängliche und belastbare Gesundheitssysteme“ vorgestellt. Beschrieben werden die Herausforderungen, mit denen die nationalen Gesundheitssysteme konfrontiert sind. Ein Problem ist etwa, dass Patienten aus unterschiedlichen Gründen keine Gesundheitsdienste in Anspruch nehmen können.

Ratschläge sind für Mitgliedsstaaten unverbindlich

Die Brüsseler Behörde führt aus, wie von europäischer Seite den nationalen Gesundheitssystemen geholfen werden kann, um aktuelle Herausforderungen und Belastungen zu bewältigen. Die unverbindlichen Empfehlungen erstrecken sich auf weite Teile der Gesundheitssysteme.

So legt die Kommission den Mitgliedstaaten nahe, umfassende Leistungsbewertungen vorzunehmen und integrierte Ansätze zur Vermeidung von Überlastungen von Krankenhäusern auszuarbeiten. Gleichzeitig rät sie zu einer besseren Planung des Arbeitskräftebedarfs im Gesundheitswesen und zu einem wirksameren Arzneimitteleinsatz.

Aus Sicht der Kommission sollten die nationalen Gesundheitssysteme in der Lage sein, sich wandelnden Rahmenbedingungen anzupassen und innovative Lösungen zu finden. Dazu gehören nach ihrer Ansicht wirksamere und effizientere Behandlungsmöglichkeiten, wie etwa die vermehrte Anwendung elektronischer Gesundheitsdienste (eHealth).

Auf freiwilliges Mitwirken angewiesen

Wie für eine Mitteilung typisch, beschreibt die Kommission in dem vorliegenden Papier ihre politischen (Ideal-)Vorstellungen für eine Verbesserung der nationalen Gesundheitssysteme, heißt es in einer Analyse des Brüsseler Büros der BZÄK. Da der Behörde jedoch die notwendige Kompetenz fehle, in diesem Bereich gesetzgeberische Maßnahmen zu initiieren, sei sie auf das freiwillige Mitwirken der Mitgliedstaaten angewiesen.

Äußere Entwicklungen, wie der demografische Wandel, knappe Kassen oder die Folgen der Schuldenkrise stützen laut BZÄK allerdings die Intentionen der Kommission. Über die Auswirkungen solcher Behandlungsmöglichkeiten auf Patienten und Ärzte schweige sich die Mitteilung im Übrigen aber aus.


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