sg/dpa
14.07.14 / 11:11
Politik

GKV-Reform im Überblick

Der Bundesrat hat eine Reform der Krankenkassen beschlossen. Hier eine kleine Zusammenstellung, was nach dem Beschluss auf die Versicherten zukommt.



Der Bundesrat hat Freitag die Krankenkassenreform durchgewunken. Die gesetzlich Versicherten können mit sinkende Beiträgen rechnen, müssen aber auch Zusatzbeiträge befürchten. Bundesrat

BEITRAGSSATZ: Vom Beitragssatz von 15,5 Prozent aufs Einkommen zahlen bisher 0,9 Punkte allein die Arbeitnehmer - dieser Anteil wird gestrichen. Der 14,6-Prozent-Beitragssatz soll dann fest bleiben; Arbeitnehmer und -geber zahlen jeweils die Hälfte. 

ZUSATZBEITRÄGE: Pauschale Zusatzbeiträge in festen Beträgen dürfen die Kassen künftig nicht mehr von ihren Mitgliedern nehmen - dafür vom Einkommen abhängende Zusatzbeiträge. Diese werden nun flächendeckend erwartet. 

SONDERKÜNDIGUNGSRECHT: Selbst die Erhebung eines geringen Zusatzbeitrags löst ein Sonderrecht zur Kündigung aus. Kassen, die Zusatzbeiträge erheben oder erhöhen, müssen darüber informieren. 

FINANZAUSGLEICH: Die unterschiedliche Einkommensstruktur der Mitglieder der Kassen soll über den Gesundheitsfonds voll ausgeglichen werden - sonst wären einkommensschwächere Kassen wegen des prozentualen Zusatzbeitrags automatisch im Nachteil. 

QUALITÄT: Ein neues Institut soll Daten zur Qualität der Kliniken auswerten. In einigen Jahren sollen die Versicherten dann auch im Internet Kliniken besser miteinander vergleichen können. 

HEBAMMEN: Gegen teils bedrohlich hohe Haftpflichtprämien der Geburtshelferinnen sollen befristete Zuschläge helfen, die die Krankenkassen und die Hebammenverbände aushandeln sollen. 

PATIENTENBERATUNG: An den Hotlines der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) ist oft nur schwer durchzukommen - die Förderung durch die Kassen wird von 5,6 auf 9 Millionen Euro erhöht.


Mehr zum Thema


Werblicher Inhalt