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03.08.17 / 10:30
Politik

Jetzt sollen die Frauen an die Spitze

Künftig könnten zwei Medizinerinnen an der Spitze des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) stehen: Elisabeth Pott, ehemals Chefin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, und Monika Lelgemann, bis 2016 Leiterin des Gesundheitsamtes Bremen, wurden als neue unparteiische Mitglieder vorgeschlagen.



Nachdem die ursprünglich vorgesehenen Kandidaten vom Bundestags Gesundheitsausschuss abgelehnt wurden, sollen nun zwei Medizinerinnen die Posten der unparteiischen Mitglieder im G-BA übernehmen - falls der Bundestag zustimmt. G-BA

Die Personaldiskussionen in den vergangenen Wochen waren lang und mühselig: Nachdem die ursprünglichen Kandidaten, Uwe Deh und Lars Lindemann, vom Bundestags Gesundheitsausschuss einstimmig abgelehnt worden waren (siehe dazu auch zm-online: "Bundestag erteilt Abfuhr"), galt es schnell Ersatz zu finden. Dieser scheint in Person der beiden Kandidatinnen, Elisabeth Pott und Monika Lelgemann, nun gefunden zu sein.

Monika Lelgemann - Kandidatin der Krankenkassen

Wie der Verwaltungsrat des Spitzenverbandes der Krankenkassen (GKV) bestätigte, hat er am Mittwoch Monika Lelgemann als Kandidatin nominiert. Die 58-jährige Ärztin war bis Ende 2016 kommissarische Leiterin des Gesundheitsamtes Bremen und zuvor beim Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDS) tätig. Nach dem Wunsch der Krankenkassen soll Lelgemann den Posten als unparteiisches Mitglied im G-BA von Harald Deisler übernehmen. Sie wird dann für den Bereich Versorgung zuständig sein.

Elisabeth Pott - Kandidatin der Leistungserbringer

Ärzte, Zahnärzte und Krankenhäuser haben Elisabeth Pott als ihre Kandidatin vorschlagen. Dies hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) jetzt bestätigt. Die 68-jährige Medizinerin und Hochschullehrerin hatte 30 Jahre lang die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung geführt, bevor sie im Februar 2015 in den Ruhestand trat. Sie soll den Posten von Regina Klakow-Franck übernehmen und unter anderem für Qualitätssicherung zuständig werden.

Wirklich gesetzt ist bislang jedoch nur der unparteiische Vorsitzende, Professor Josef Hecken. Ob Lelgemann und Pott den bisherigen unparteiischen Mitgliedern Deisler und Klakow-Franck 2018 nachfolgen werden, hängt davon ab, ob der Gesundheitsausschuss diesen Vorschlägen nun zustimmt. Bis zum 10. August müssen die Vorschläge der beiden Bänke beim Bundesgesundheitsministerium eingegangen sein. Danach hat der Gesundheitsausschuss sechs Wochen Zeit, diese zu prüfen.


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