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21.11.14 / 15:30
Politik

Puffertage: Neuer Protest gegen die AOK Bayern

Hunderte Zahnärzte haben am Mittwoch auf dem Stadtplatz im bayerischen Pfarrkirchen gegen die Budgetüberschreitungen der AOK Bayern protestiert.



Die bayerischen Zahnärzte fürchten, dass sie im vierten Quartal ihre AOK-Patienten nicht vernünftig behandeln können, weil die AOK Bayern wieder Puffertage plant. pitb1-Fotolia.com

Die Zahnärzte brachten bei einer Kundgebung im nieder-bayerischen Pfarrkirchen ihre Verärgerung über die AOK Bayern und ihre Sorge um eine ausreichende Finanzausstattung für die Behandlung der Kassenpatienten zum Ausdruck.

Als Protest gegen  Puffertage hatten sie an diesem Tag zudem ihre Praxen geschlossen, berichtete die Passauer Neue Presse. Den Zahnärzten fürchten, dass ihnen für das letzte Quartal des Jahres nur noch 30 Prozent des Honorars der AOK zugesichert werden.

Entscheidung am 17. Dezember

Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns (KZVB) und die AOK Bayern wollen sich nun vor Gericht über den Fall auseinandersetzen. Die Zeitung schreibt, die AOK Bayern habe gegen einen Schiedsspruch bei den Vergütungsverhandlungen geklagt. Eine Entscheidung solle nun am 17. Dezember beim Landessozialgericht fallen.

Auch der Direktor der AOK Rottal-Inn, Daniel Gansmeier, war laut Berichten vor Ort. Er sagte, das Problem sei nicht Mangel an Geld, sondern die Verteilung durch die KZVB. Dr. Udo Schulz, Sprecher der Protestierenden, kritisierte demgegenüber, dass die AOK mit der Nichtanerkennung des Schiedsspruches „eine rote Linie überschritten“ habe.

3.000 Unterschriften von AOK-Patienten überreicht

Die Zahnärzte überreichten Gansmeier rund 3.000 Unterschriften ihrer AOK-Patienten. Sie alle wollten von der AOK wissen, wo ihre Beitragsgelder geblieben sind.  


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