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13.12.13 / 10:50
Politik

Spekulationen um das BMG

Wenn die SPD-Mitglieder grünes Licht geben, wird an diesem Wochenende auch die Besetzung des Kabinetts der großen Koalition bekanntgegeben. Ursula von der Leyen könnte das Gesundheitsressort übernehmen.



Ursula von der Leyen: Noch ist sie Bundesministerin für Arbeit und Soziales. BMAS

Von 14 Bundesministerien (ohne Kanzleramt) könnten fünf an die CDU, drei an die CSU und sechs an die SPD gehen. Zudem stellt die CDU mit Angela Merkel die Kanzlerin, und ein CDU-Politiker dürfte das Amt des Kanzleramtschefs übernehmen. Es wird bereits seit Tagen kräftig spekuliert, viele halten Überraschungen für möglich. Bleibt es bei nur fünf Ministerposten für die CDU als stärkster Kraft in der großen Koalition, hat Merkel kaum Spielraum für neue Gesichter. 

Finanz- und Außenminister sicher

Als relativ fest gesetzt gelten lediglich Wolfgang Schäuble (71, CDU) für das Finanzministerium und Frank-Walter Steinmeier (57, SPD) für das Außenministerium. Schäuble qualifiziert sich für das anspruchsvolle Ressort durch seine umfassende Regierungserfahrung. Steinmeier empfahl sich während der ersten großen Koalition für das Amt des Außenministers.

Gerüchte um Super-Sozialressort

Für das Gesundheitsministerium wird die bisherige Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (55, CDU) gehandelt, obwohl die Ärztin es eigentlich nicht haben will. Der Spiegel handelt sie gar als neue Superministerin - zuständig für die Ressorts Gesundheit und Rente. Mehr oder weniger offen werden bei Union und SPD am Donnerstag Spekulationen zurückgewiesen, für von der Leyen könne ein neues Super-Sozialressort zusammengeschustert werden, berichtete die Berliner Zeitung am Freitag.

Weil die Gesundheitspolitik alleine zu wenig für die selbstbewusste Politikerin sei, könne die Rentenpolitik aus dem Arbeitsressort herausgelöst werden und ihr zugeschlagen werden, hatte die Frankfurter Allgemeine Zeitung Tags zuvor berichtet. Es bleibt jedoch die Frage, welche Aufgabe die CDU-Politikerin künftig wahrnehmen soll. Denkbar sei auch ein aufgewertetes Wissenschafts- und Zukunftsressort, lautet ein anderes Gerücht. 

Talentiert, aber nicht beliebt

Von der Leyen gilt wegen ihres scharfen Verstandes und ihrer Redegewandtheit als Allroundtalent in der Partei, ist aber nicht sehr beliebt. Für Empörung in der CDU bis hin zu Merkel sorgte sie vor der Wahl, als sie drohte, mit der Opposition für die Frauenquote zu stimmen. Von der Leyen ist die Tochter des früheren niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht und hat sieben Kinder.

 


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