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05.07.14 / 19:11
Politik

"Wir haben ein Versorgungsversprechen gegeben!"

Am 5. und 6. Juli fand die Vertreterversammlung der KZBV in Köln statt. Ein wichtiges Thema: die zahnmedizinische Versorgung von Patienten-Risikogruppen.



Der KZBV-Vorsitzende Dr. Wolfgang Eßer betonte, dass man gerade für die Schwächsten in der Gesellschaft Versorgungsansprüche gesetzlich verankern müsse. Darchinger

Die Zahnärzteschaft sei aufgrund ihrer stetigen Anstrengungen um die Mund- und Zahngesundheit innerhalb der Versorgungslandschaft exzellent aufgestellt, betonte der KZBV-Vorsitzende Dr. Wolfgang Eßer. Deshalb wende sich der Berufsstand jetzt verstärkt den Risikogruppen - wie pflegebedürftigen Menschen und Kleinkindern - zu.

Gerade für die Schwächsten in der Gesellschaft müsse man diese Versorgungsansprüche gesetzlich verankern, damit sie therapeutische und präventive zahnmedizinische Leistungen überhaupt erhalten. Eßer: "Wir haben hier ein Versorgungsversprechen gegeben!"

Über den aktuellen Stand der eGK informierte der stellvertretende KZBV-Vorsitzende Dr. Günther E. Buchholz. Wie er berichtete, verschiebt sich die erste Stufe des Online-Rollouts voraussichtlich um ein halbes Jahr auf das zweite Quartal 2015. Schuld an der Verzögerung sei die Industrie: "Die Firmen haben die Komplexität des mittlerweile fast eine Milliarde Euro schweren Projekts unterschätzt und sich komplett verhoben", sagte er.

Einen Überblick zu Qualitätsförderung und -management sowie den Verpflichtungen, die in dem Zusammenhang aus dem Patientenrechtegesetz resultieren, gab der stellvertretende KZBV-Vorsitzende Dr. Jürgen Fedderwitz. Er stellte heraus, dass die Zahnärzte als Unternehmer bereits jeden Tag Qualitätsmanagement betreiben, indem sie die Abläufe in ihren Praxen organisatorisch und wirtschaftlich optimieren.

Einen großen Bericht zur VV und allen dort behandelten Themen - von barrierearmen Praxen bis Qualitätsförderung - gibt es in den nächsten zm.


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