sg/pm
27.08.14 / 12:07
Politik

apobank: Halbjahresgewinn übertrifft Vorjahreswert

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) hat im ersten Halbjahr 2014 einen Jahresüberschuss in Höhe von 24,9 Mio. Euro erwirtschaftet - und damit das Vorjahresniveau übertroffen.



apoBank

Wie die Bank mitteilt, stieg damit das operative Ergebnis, das heißt das Teilbetriebsergebnis vor Risikovorsorge, um 12,1 Prozent auf 203,5 Millionen Euro. Mit 376.000 Kunden baute sie ihre Marktdurchdringung weiter aus (Ende 2013: 373.000), auch die Mitgliederzahl ist gewachsen.

Nach eigenen Angaben profitierte das Institut dabei von einem neuen Betreuungskonzept. „Wir haben uns
zum Ziel gesetzt, auch im Anlagegeschäft zu wachsen“, so Herbert Pfennig, Sprecher des
Vorstands der apoBank. Dies sei gelungen, so das Urteil.

Keine Wertverluste aus Altlasten mehr

Erfreulich sei auch der Abbau der strukturierten Finanzprodukte gelungen: Im Mai 2014 – und damit
deutlich früher als geplant – baute die apoBank dieses Teilportfolio vollständig ab.

Auch für das zweite Halbjahr 2014 rechnet die apoBank mit einer positiven Geschäftsentwicklung.
Insgesamt plant die apoBank einen Jahresüberschuss, der über dem Vorjahr liegt und ihr bei gleichzeitiger Stärkung ihrer Rücklagen und Reserven eine stabile Dividendenzahlung ermöglichen wird.

Als Institut mit einer Bilanzsumme von mehr als 30 Milliarden Euro untersteht die apoBank künftig der
direkten Aufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie nimmt daher an der europaweiten
Bilanz- und Risikoanalyse (Asset Quality Review) und dem Stresstest teil. Die Ergebnisse sollen
voraussichtlich im Oktober vorliegen. Auch hier zeigt sich Pfennig zuversichtlich, dass die Bank die Prüfung
besteht.

Die Ergebnisse des ersten Halbjahres 2014 im Auszug

Der Zinsüberschuss lag mit 379,5 Millionen Euro 5,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahres
(30.06.2013: 358,6 Millionen Euro). Der Darlehensbestand blieb insgesamt stabil. Bei den
Kundeneinlagen setzte sich der Trend zu kurzfristigen Einlagen fort.

Ihren Provisionsüberschuss steigerte die apoBank deutlich: Getragen vom Anstieg im
Wertpapiergeschäft mit Privat- und institutionellen Kunden sowie in der Vermögensverwaltung
wuchs der Provisionsüberschuss um 16,3 Prozent auf 62,3 Millionen Euro (30.06.2013: 53,6 Millionen
Euro).

Kosten für Verwaltung stiegen ebenfalls

Der Verwaltungsaufwand betrug 227,1 Millionen Euro (30.06.2013: 221,0 Millionen Euro). Der Anstieg
resultierte nach Bankangaben vor allem aus Investitionen in den Ausbau der Beraterkapazitäten.

Insgesamt saldierten sich die Risikokosten und Vorsorgemaßnahmen bei den Finanzinstrumenten
und Beteiligungen auf 66,1 Millionen Euro (30.06.2013: 99,8 Millionen Euro). Hierin enthalten seien im
Wesentlichen Vorsorgereserven für etwaige zukünftige Belastungen.

Die Kapitalquoten der apoBank verbesserten sich weiter: Nach der seit Jahresbeginn geltenden
Capital Requirements Regulation (CRR) lag die Eigenmittelquote bei 25,3 Prozent. Die
Kernkapitalquote (Tier-1-Kapital-Quote) erreichte 20,7 Prozent und die harte Kernkapitalquote
19,1 Prozent.

Neben der Rücklagenzuführung und der Stärkung des Fonds für allgemeine Bankrisiken aus dem Jahresergebnis 2013 wirkte sich insbesondere der Ausbau der Geschäftsguthaben positiv aus. Dabei zeichneten sowohl bestehende als auch neue Mitglieder Geschäftsanteile. Zur Jahresmitte verzeichnete die apoBank 104.425 Mitglieder (31.12.2013:104.092 Mitglieder).

Die Bilanzsumme sank zum 30. Juni 2014 leicht auf 34,3 Milliarden Euro (31.12.2013: 34,7 Milliarden Euro). Hintergrund ist vornehmlich der vollständige Abbau der strukturierten Finanzprodukte im Mai
2014, heißt es.


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