dg/pm
05.05.15 / 17:26
Praxis

Arzttermine online buchen liegt im Trend

Der moderne Patient bucht seine Arzttermine bevorzugt online. Vor allem die jüngere Zielgruppe spart sich den Weg zur Arztpraxis. Fast jeder dritte Internetnutzer schätzt die Vorteile der Online-Terminbuchung.



L.S-Fotolia

Nach den Ergebnissen einer repräsentativen Online-Umfrage des Marktforschungsinstituts Research Now im Auftrag des Arztbewertungsportals jameda nutzt fast jeder dritte User (29 Prozent) der 1.000 Befragten die Möglichkeit, Arzttermine via Internet buchen. 84 Prozent der Personen, die bislang noch keinen Online-Termin beim Arzt vereinbart haben, können sich dies aber in Zukunft vorstellen.

Dementsprechend sei der Wunsch bei Patienten groß, heißt es seitens jameda, online Termine zu vereinbaren. Aus der Umfrage geht hervor, dass es keine Unterschiede bei den Geschlechtern gibt. So gehen 29 Prozent der Frauen und ebenso viele Männer ins Internet, um sich zur Sprechstunde beim Arzt anzumelden.

Jüngere haben die Nase vorn

Bezüglich der Altersgruppen ist die Nutzung unterschiedlich. Grundsätzlich machen die Jüngeren häufiger Online-Termine aus als die Älteren. Dabei buchen die 26 bis 35-Jährigen (38 Prozent)  am häufigsten über das Netz. Bei den Usern zwischen 36 und 45 Jahren sind es ein Drittel. Der Anteil der über 56-Jährigen ist am geringsten: Nur knapp jeder Fünfte (19 Prozent) von ihnen hat schon mal einen Online-Termin beim Arzt vereinbart. Eine kleine Zahl (4 Prozent) der Befragten gab zu, auch zukünftig keine Termine über das Internet machen zu wollen.

Überzeugende Vorteile der Online-Terminbuchung

Neben Flexibilität und Zeitersparnis schätzen die Patienten der Studie zufolge den Vorteil der kurzfristigen Terminvergabe. 60 Prozent der Befragten machen einen Arzttermin, wenn sie Zeit dafür haben, abends oder am Wochenende, das heißt, sie sind nicht auf die Öffnungszeiten der Praxis angewiesen. Fast die Hälfte (46 Prozent) verzichtet demzufolge gern auf einen Anruf beim Arzt, um so der Warteschleife zu entgehen. Und 44 Prozent der befragten Internetnutzer schauen gezielt nach verfügbaren kurzfristigen Terminen auf Arztbewertungsportalen.

Bei Online-Terminbuchungen müssen sich die Patienten vorab mit ihrer E-Mail-Adresse registrieren und diese verifizieren. Es folgt eine automatische SMS-Benachrichtigung, die den Patienten am Vortag an den vereinbarten Termin erinnert.
 


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Kommentare

Leserkommentare (1)

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Lutz Riefenstahl
13.05.15 / 19:19
Da ist wohl der Auftraggeberwunsch der Motor des Umfrageergebnisses

An dem Studiendesign muss ein Fehler sein, wenn man nicht gar anderes unterstellen will.
In unserer eigenen sechsköpfigen Familie mit den mittlerweile vier Freundinnen bzw. Freunden unserer knapp 20 Jahre und älteren Kinder sowie deren Familien, Freunde, die uns bekannt sind, sind alle sehr affin den sog. neuen Medien gegenüber.
Nach Bekanntwerden dieser Studie, habe ich einmal meine eigene, nicht repräsentative Umfrage in dem o.a. Kreis und natürlich auch bei meinen - ebenfalls nicht repräsentativen Patienten - gestartet. Abgefragt habe ich mittlerweile deutlich über 100 Leute und gerade mal eine Dame gefunden, die schon einmal eine Terminvergabe online versucht hatte, diese dann aber telefonisch zu Ende führen musste.

Bei aller Euphorie für solche Dienste sollte sowohl die diesen Dienst anbietende Praxis, als auch die nachfragenden Patienten, sehr darauf achten, wie es mit dem Datenschutz und der Datensicherheit bei diesem Service steht.

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