Sonja Schultz
18.05.15 / 10:29
Praxis

Lachyoga to go

Wir stellen die besten Entspannungstechniken für Zahnärzte vor - einfach, effektiv und wie gemacht für kurze Arbeitspausen zwischendurch. Teil 1: Grundlos glücklich mit Lachyoga.




Grundlos glücklich? Mit Lachyoga geht das. Vielleicht klingt es zunächst gewöhnungsbedürftig, doch diese sehr spezielle Technik macht sich die psychologischen und physiologischen Aspekte zunutze, die Gelächter mit sich bringt. Denn Lachen regt das Herz-Kreislaufsystem und die Atmung an, setzt Glückshormone frei, baut Stress und Spannungen ab. „Lachen ist die beste Medizin“, heißt es nicht umsonst.

Die Gelotologie, die Wissenschaft der Auswirkungen des Lachens, erforscht die positiven Aspekte der Heiterkeit seit langem. Dabei müssen wir nicht warten, bis etwas Lustiges passiert. Im Lachyoga wird das Lachen erst nur gespielt. Nach einer Weile verwandelt es sich von ganz allein zu einem echten herzhaften Lachen.

Lachparaden im Lachclub

Die Methode wurde durch den indischen Arzt und Yogalehrer Madan Kataria weltweit populär. Unterstützt von seiner Frau verband er Atemübungen aus dem Yoga mit Lachtechniken und gründete 1995 den ersten Lachclub. Heute gibt es mehrere tausend Lachclubs weltweit. Sie treffen sich in Yogastudios, Universitäten oder Parks. Unternehmen buchen Lachseminare. Mancherorts werden sogar Lachparaden abgehalten.
Schallendes Gelächter in der Öffentlichkeit wird in vielen Gesellschaften als suspekt angesehen. Wir gehen beherrscht durch den Alltag und kontrollieren emotionale Ausbrüche wie das Lachen. Doch der Erfolg der Lachbewegung zeigt, dass auch erwachsene Menschen das Bedürfnis haben, spielerisch dem kognitiven Denken eine Pause zu gönnen und sich grundlos lachend gut zu fühlen.

Bis das Zwerchfell schmerzt

Die gesundheitlichen Vorteile des Lachens treten vor allem ein, wenn das Lachen laut und ungehemmt aus dem Bauch heraus kommt und das Zwerchfell miteinbezieht. Idealerweise wird Lachyoga in Gruppen praktiziert. So können die Teilnehmer gemeinsam Hemmungen abbauen und sich gegenseitig mit ihrem Lachen anstecken. Die Lachkreise beginnen in der Regel mit Aufwärmübungen wie rhythmischem Klatschen, einfachen Bewegungen und Atemübungen. Darauf folgen Übungen mit starken Rollenspielelementen, die durch die Gruppendynamik sehr lachfördernd sind. Abschließend folgt eine Meditation oder eine geführte Tiefenentspannung.


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