Sebastian Ziller
27.11.15 / 10:15
Praxis

ZFA: die Azubi-Zahlen

Insgesamt 12.476 Ausbildungsverträge zur ZFA wurden bis zum 30. September 2015 neu abgeschlossen - das ist ein Plus von 3,96 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dennoch wird es für Zahnärzte zunehmend schwierig, Nachwuchs für das Team zu finden.




Bundesweit wurden zum 30. September 2015 insgesamt 12.476 Ausbildungsverträge für ZFA neu abgeschlossen (alte Bundesländer: 11.114, neue Bundesländer: 1.362). Gegenüber dem Vorjahr nahmen die Ausbildungszahlen damit im Durchschnitt um 4 Prozent zu (alte Bundesländer: +4,18 Prozent, neue Bundesländer: +2,18 Prozent).

Damit liegen die Ausbildungszahlen erstmals wieder höher als zuletzt 2005 (Abb. 1). Die Werte variieren in den einzelnen Kammerbereichen um den Gesamtdurchschnitt. Stabile Zahlen finden sich unter anderem in Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Bremen und Hamburg. Deutliche Zugewinne gibt es unter anderem in Nordrhein, Berlin, Bayern, Westfalen-Lippe und Sachsen. Saarland, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen haben hingegen Verluste zu verzeichnen (Tab. 1).

Rund 42 Prozent der Zahnarztpraxen bilden aus.

Rund 42 Prozent der Zahnarztpraxen bilden derzeit aus. Die Anzahl der Auszubildenden an allen abhängig Beschäftigten in Deutschland - die sogenannte Ausbildungsquote - liegt in Zahnarztpraxen bei rund 10 Prozent: Bezogen auf alle Ausbildungsbereiche wurden dort knapp über 2 Prozent neue Ausbildungsverträge abgeschlossen.

Wie viele Jugendliche in welche Ausbildungsberufe gehen, zeigt eine Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) über neu abgeschlossene Ausbildungsverträge aus dem Jahr 2014. Danach zählt die ZFA-Ausbildung unter jungen Frauen immer noch zu den Top 10 der beliebtesten Ausbildungsberufe: 2014 entschieden sich 5,3 Prozent der Schulabgängerinnen für eine Ausbildung bei der Zahnärzteschaft, womit die ZFA Rang 5 (Vorjahr Rang 6) der beliebtesten Ausbildungsberufe belegt (Tab. 1). Junge Frauen scheinen also die Vorteile der ZFA-Ausbildung und die Abwechslung dieses facettenreichen Berufes zu schätzen.

Im Vergleich zu den Freien Berufen generell bietet die Zahnärzteschaft auch Jugendlichen mit niedrigem beziehungsweise ohne schulischen Abschluss beste Startchancen für eine Berufsausbildung: Der Anteil der ZFA-Ausbildungsanfänger mit maximal Hauptschulabschluss lag 2014 bei 29,9 Prozent, bei den Freien Berufen insgesamt bei 16,4 Prozent.


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