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26.06.15 / 09:30
Zahnmedizin

54 fehlende Zähne bei drei Schwestern

Wenn alle drei Schwestern eine unvollständige Zahnanlage vom Vater geerbt haben, dann ist das eine echte Herausforderung für die Zahnmedizin. Prof. Dr. Dr. Dieter Weingart aus Stuttgart stellt seine Therapielösung vor.




Als den Geschwistern genetisch bedingt die Milchzähne ausfielen, war die Familie zunächst geschockt: Alle drei Töchter hatten die Nichtanlage der bleibenden Zähne vom Vater geerbt. Denn die bleibenden Zähne kamen nicht. Nur einige wenige waren überhaupt angelegt.

Aufgrund der Krankheit fehlten nach dem Verlust der Milchzähne bei den Kindern insgesamt 54 Zähne und ein erheblicher Teil des Ober- und Unterkieferknochens. Normales Kauen war unmöglich. Professionelle Hilfe kam vom erfahrenen MKG-Chirurgenteam: Mit Knochentransplantaten konnten der Ober- und Unterkiefer als „Fundament“ für spätere Zahnimplantate aufgebaut - also augmentiert - werden.

Den Geschwistern wurden dann im Alter von 18  beziehungsweise 20 Jahren insgesamt 43 Implantate gesetzt, die auch 14 Jahre nach dem Eingriff noch komplikationslos für einen festen Biss, eine Verbesserung der Gesichtsästhetik und damit für ein gutes Selbstwertgefühl sorgen. Eine der drei Schwestern berichtete auf der Jahrespressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG) anlässlich des großen 65. Kongresses in Stuttgart über ihre Geschichte mit Happy End.


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