Wolfgang-M. Boer
19.06.17 / 09:39
Zahnmedizin

Ästhetische Korrekturen mit Komposit

Zu den regelmäßigen Herausforderungen der zahnärztlichen Praxis gehört der Lückenschluss im Frontzahnbereich. Dabei stellt die zumeist non- oder minimalinvasive Versorgung mit Komposit fast immer die schnellste, preisgünstigste und beste Lösung zur Schonung der Zahnsubstanz dar.




Leider ist das ästhetische Ergebnis trotz sorgfältiger Farbauswahl in einigen Fällen eher unbefriedigend, da die Form der Zähne verändert erscheint. Das Beispiel der Lückenschlüsse belegt anschaulich einen Grundsatz der Ästhetischen Zahnheilkunde: Die Form ist immer wichtiger als die Farbe!

Was ist damit gemeint? Ganz einfach: Wenn die Farbe einer Restauration nicht passt, die Form aber korrekt ist, so wirkt das Ergebnis zwar nicht schön, sieht jedoch immer noch nach „Zahn“ aus. Stimmt hingegen die Farbe perfekt, die Form aber nicht, so fällt die Restauration zwar nicht auf, der Gesamteindruck ist aber kompromittiert. Im Falle eines Lückenschlusses in der Front haben der Verlauf und die Krümmung der mesialen und distalen Randleisten der Labialfläche ganz entscheidenden Einfluss auf das ästhetische Erscheinungsbild.

Grundform verändert: "Das sind nicht mehr meine Zähne!"

Schon früh wurde der entscheidende Einfluss der Randleisten auf die Grundform und somit das Gesamterscheinungsbild des Frontzahnes festgestellt. Bei gleicher Zahnbreite wurden so verschiedene Grundtypen der Schneidezahnformen definiert: dreieckig, rechteckig und ovoid. Bei einer dreieckigen Grundform sind die Randleisten meist gerade. Bei rechteckigen Zähnen weisen die Randleisten im zervikalen Drittel eine Wölbung zu den Nachbarzähnen hin auf, während der ovoide Typ eine mehr oder weniger gleichmäßige Wölbung über die ganze Kronenlänge zeigt (Abb. 1).

Wird bei einem Lückenschluss also die Form bzw. Krümmung der Randleisten verändert, so hat dies unweigerlich zur Folge, dass das Gesamterscheinungsbild des betreffenden Zahnes sich ebenfalls wandelt. Im ungünstigsten Fall kann dies dazu führen, dass der so entstandene Zahntyp gar nicht mehr zur Gesichtsform passt. Der Patient kann nicht erklären, was ihm anschließend missfällt, aber typisch ist dann die Aussage „Das bin ich nicht mehr!“ oder „Das sind nicht mehr meine Zähne!“.

Wird bei einem Lückenschluss also die Form bzw. Krümmung der Randleisten verändert, so hat dies unweigerlich zur Folge, dass das Gesamterscheinungsbild des betreffenden Zahnes sich ebenfalls wandelt. Im ungünstigsten Fall kann dies dazu führen, dass der so entstandene Zahntyp gar nicht mehr zur Gesichtsform passt. Der Patient kann nicht erklären, was ihm anschließend missfällt, aber typisch ist dann die Aussage „Das bin ich nicht mehr!“ oder „Das sind nicht mehr meine Zähne!“.


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