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30.09.14 / 08:29
Zahnmedizin

Alles neu in Karlsruhe

Am Wochenende wurde der Neubau der Akademie für Zahnärztliche Fortbildung in Karlsruhe für Zahnärzte groß eingeweiht. Susanne Priehn-Küpper war für uns dabei: Herausgekommen sind eine kleine Reportage und ganz viele schöne Fotos.




Außen am Gebäude steht noch das Gerüst, aber am Haupteingang zur nagelneuen Akademie für Zahnärztliche Fortbildung in Karlsruhe liegt schon der rote Teppich für die Gäste. Eine Punktlandung zur feierlichen Eröffnung am 26. September.

Der Festakt steht unter dem Motto: "Wie werde ich ein guter Zahnarzt?" - also passend zur Ausbildungsstätte. Das überarbeitete Logo prangt an der großen gläsernen Eingangstür. Tritt man ein, gelangt man in einen geräumigen Empfangsraum, von dem breiten Tresen strahlen den Besuchern die hübschen Damen des Hauses entgegen.

Den Besucher übermannt ein angenehmes Gefühl.

Alles riecht noch nach Farbe, ist hell beleuchtet. Den Besucher übermannt ein angenehmes Gefühl: Hier ist man gleich zu Hause. Ob als Patient, der in eine zahnärztliche Sprechstunde kommt, oder als Zahnarzt, der einen Fortbildungskurs an der Akademie gebucht hat.

94 Jahre Tradition!

1960 wurde die Akademie für Zahnärztliche Fortbildung Karlsruhe von der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg als erste deutsche Institution für Zahnärztliche Fortbildung gegründet. Sie ging hervor aus dem „Lehrinstitut für Dentisten Karlsruhe“, das 1920 gegründet wurde. Die zahnärztliche Poliklinik der Akademie hat somit eine Tradition von mittlerweile 94 Jahren!

Das bisherige Lehrinstitut in der Sophienstraße 39a hatte bereits schon weit vor dem Ersten Weltkrieg die "Dentisten" ausgebildet und wurde dann schließlich auch Poliklinik. Nachdem renoviert und die Klinik um einen Bau erweitert wurde, konnten hier jährlich sehr viele Patienten behandelt werden.

Run auf die Hörsäle

Zahnärzte aus der ganzen Republik strömten an Freitagen und Samstagen in die Hörsäle und arbeiteten in  OP-Räumen und Praxisräumen, um die Perfektion zu erlangen, die es ihnen möglich machte, ihre Patienten nach neuestem Fachwissen zu behandeln.

Dieser Bedarf an Fortbildung wuchs stetig, weshalb das Insitut in den letzten Jahren förmlich "aus allen Nähten platze". Ab 2007 wurde daher konkret über einen Neubau nachgedacht. 2012 gab es den ersten Spatenstich. Heute, nach intensiver Planung und vielen strategischen Gesprächen mit Fachleuten, Behörden und Banken konnte das Millionenobjekt an den Leiter der Akademie, Prof. Winfried Walter, übergeben werden.

Als der Umzugswagen nicht durch das Tor passte

"Wir haben gerade in der letzten Bauphase noch viele unvorhersagbare Ereignisse meistern müssen", erzählte Walter in seiner Ansprache vor rund 400 Zahnärzten und Zahnärztinnen. Aber "ohne alle Mitarbeiter, die selbst beim Umzug mit Hand angelegt haben, weil ein großer Umzugswagen durch den Torbogen des alten Gebäudes nicht durchpasste, hätten das nicht alle in dieser Weise geschafft".

Die Karlsruher Einrichtung ist die einzige Fortbildungseinrichtung in Deutschland, die über eine zahnärztliche Poliklinik und ein zahntechnisches Labor verfügt. Seit 1985 ist sie durch einen Kooperationsvertrag mit der Universität des Saarlandes verbunden, so dass auch gemeinsam Patientenstudien durchgeführt werden. Die Akademie bietet verschiedene Fortbildungsformate an - von der offenen Sprechstunde bis zur Veranstaltung von Kongressen und Masterstudiengängen in Zusammenarbeit mit der Universität. Sie ist eine gemeinnützige Institution und erwirtschaftet die Mittel für ihren Unterhalt selbst. Über die Verwendung von Mehreinnahmen entscheidet der Vorstand der Landeszahnärztekammer.

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