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22.06.17 / 11:52
Zahnmedizin

Implantatprothetik im zahnlosen Oberkiefer

Die S3-Leitlinie "Implantatprothetische Versorgung des zahnlosen Oberkiefers" aus dem Jahr 2014 wurde aktualisiert: die Kernaussagen haben sich dabei nicht geändert, die Literatur wurde aber erweitert, die Evidenz somit gestärkt.



Implantatprothetische Versorgung im zahnlosen Oberkiefer (aus dem Beitrag "Indikationen für die Prothetik - wie viele Implantate sind nötig?" zm10/2016) © Wolfart

Dr. med. dent. Jaana-Sophia Kern (Aachen), Mitautorin der S3-Leitlinie "Implantatprothetische Versorgung des zahnlosen Oberkiefers" erklärte gegenüber zm-online, die ursprünglichen Empfehlungen seien durch das Update noch bestärkt worden. Die Kernaussagen hätten sich nicht geändert. Die Literatur wurde erweitert, die Evidenz somit verstärkt. Die Leitlinie hat nun Gültigkeit bis November 2019.

Vorangestelltes Ziel der Leitlinie ist es, unter Einbeziehung der damit verbundenen möglichen Komplikationen und Risiken, eine Entscheidungshilfe bezüglich der prothetischen Rehabilitationsmöglichkeiten des zahnlosen Oberkiefers mit Zahnimplantaten zu geben. Damit soll für den Patienten Sicherheit, Funktionalität und Nachhaltigkeit gewährleistet werden. Des Weiteren soll jenen, für die die genannten Therapieformen in Frage kommen, der aktuelle Kenntnisstand im Bereich der Implantologie im zahnlosen Oberkiefer durch diese Leitlinie zugänglich gemacht werden.

Die systematisch entwickelte Leitlinie fasst demnach die nach derzeitigem Wissensstand bestehenden Möglichkeiten und Einschränkungen hinsichtlich der festsitzenden beziehungsweise herausnehmbaren Versorgung des zahnlosen Oberkiefers auf Zahnimplantaten zusammen - das bezieht sich vor allem auf die Anzahl der Implantate und die Überlebens- und Komplikationsraten der Implantate sowie Suprakonstruktionen. Die getroffenen Schlüsselempfehlungen sollen dem Praktiker, unter Einbeziehung der eigenen Erfahrung (interne Evidenz), einen Behandlungskorridor aufzeigen, wobei Leitlinien grundsätzlich nicht als rechtlich bindend, sondern lediglich als Entscheidungshilfe anzusehen sind.

Die Leitlinie im Original finden Sie hier.


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