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23.06.15 / 09:29
Zahnmedizin

Kurioses: Neue Wege in die Prothetik

Bei der Befundaufnahme stellte sich heraus, dass der 57-jährige Patient sich in regio 33 einen harten Gegenstand mit etwa 1,5 cm Länge und gut 5 bis 8 mm Breite eingebissen hatte.




Bei genauerer Untersuchung entpuppte sich dieser als Kieselstein. Im Gespräch mit dem Patienten erfuhr das Team dann die ganze Geschichte: Der Patient, damals Mitte 40, verlor während eines Strandurlaubs auf natürliche Weise (Parodontose) seinen unteren Eckzahn. Da er aber auf die Kaufunktion nicht verzichten wollte, suchte der pfiffige Patient am Atlantikstrand so lange nach einem Stein, der den Formen und Maßen des verlorenen Zahns entsprach.

Als er schließlich fündig geworden war, steckte er den Ersatz in die frische Alveole und biss kräftig zu. Der „neue Zahn“ saß fest. Völlig problemlos überstand dieser Einzelzahnersatz Zahnbürste hartes Brot und Vieles mehr. Nach zwölf Jahren kam der geniale Steinträger erstmals wieder in eine Zahnarztpraxis - aber nicht wegen des Steins, sondern wegen einer schmerzhaften Karies an 43.

Dr. Behzad Alafzadeh, Hauptstraße 42, 58706 Menden, schickte uns diesen Beitrag, der in den zm 18 vom 16.9.2006 erschien.


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